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NWZonline.de Sport Fußball

Stiller Star führt Mannschaft an

28.07.2017

Sint-Michielsgestel Dzsenifer Marozsan steht bei der Fußball-EM in den Niederlanden vor einer schwierigen Aufgabe. Sie hat bereits eine höchst erfolgreiche Saison hinter sich und soll diese noch krönen, indem sie als Spielführerin die deutschen Frauen zum Titelgewinn führt. Die nächste Aufgabe ist dabei das Viertelfinale gegen Dänemark an diesem Samstag (20.45 Uhr/ZDF) in Rotterdam.

Die 25-Jährige ist in der Form ihres Lebens. Nach ihrem Wechsel vom 1. FFC Frankfurt zu Olympique Lyon im Sommer 2016 holte Marozsan mit ihrem neuen Club das Triple aus französischer Meisterschaft, dem nationalen Pokal und der Champions League. Zudem wurde sie in Deutschland und in Frankreich zur „Fußballerin des Jahres“ gekürt. „Sie ist in Lyon wahnsinnig gereift“, urteilt Bundestrainerin Steffi Jones.

Außerhalb des Feldes gilt Spielmacherin Marozsan als wichtiges Bindeglied zwischen Trainerstab und Mannschaft. Vielleicht auch, weil die auffällig tätowierte Fußballerin nicht als Lautsprecherin auftritt. „Sie ist mehr eine stille Leaderin“, bemerkt Stürmerin Anja Mittag.

Die in Budapest geborene Marozsan ist trotz ihrer stark gewachsenen Bekanntheit äußerst bescheiden. Sie fragte die Bundestrainerin Jones im vergangenen Oktober, ob diese sich nicht vielleicht verwählt habe, als Jones ihr telefonisch das Kapitänsamt übertrug. „Sie ist der Dreh- und Angelpunkt unseres Spiels“, betont Jones, die jeder Spielerin eine Comic-Figur zugeordnet hat und sich bei Marozsan für Robin Hood entschieden hat.

Mit dem Fußball ist Marozsan aufgewachsen. Ihr Vater Janos Marozsan (52) bestritt einst vier Länderspiele für Ungarn. Als er 1996 zum 1. FC Saarbrücken wechselte, war Dzsenifer vier Jahre alt. Da die Familie nach dem Karriereende des Vaters in Deutschland blieb, kam die Tochter in die Auswahlmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes.

Die große fußballerische Veranlagung sagte man ihr schon früh nach, doch die höchsten Erwartungen konnte sie im Nationalteam bislang noch nicht auf konstantem Niveau erfüllen. Ihre technischen Fähigkeiten zeigte sie auch bei der laufenden EM nur ansatzweise – wobei klar ist, dass Marozsan noch viel mehr kann. „Ich bin erstmal froh, dass wir Erster in unserer Gruppe geworden sind. Das war unser Ziel“, sagt die Offensivkraft, die im dritten Gruppenspiel gegen Russland (2:0) per Foulelfmeter ihr erstes Turniertor erzielt hatte.

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