[SPITZMARKE] - BREMEN/DPA - Der Fußball-Meister steckt in der Krise. Vier der letzten fünf Pflichtspiele verlor Werder Bremen, rutschte in der Tabelle ab und droht nun, einen Platz im internationalen Wettbewerb zu verspielen. Nach deftigen Worten und einer Standpauke für das Team versucht nun Sportdirektor Klaus Allofs, Optimismus zu verbreiten. „Wenn wir die restlichen vier Spiele gewinnen, ist da noch was drin“, sagte er gestern.
Die Champions-Liga kann der Club aus eigener Kraft nicht mehr erreichen, im Kampf auf einen Uefa-Cup-Platz sind der HSV und Leverkusen den Bremern dicht auf den Fersen. Beinahe trotzig sagte Allofs vor dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am Sonnabend (15.30 Uhr): „Das sehe ich nicht, aber selbst wenn, dann qualifizieren wir uns eben über den UI-Cup für den Uefa-Cup.“
Anfang der Woche hatten Trainer Thomas Schaaf und Allofs die Mannschaft zu einer Krisensitzung in der Kabine versammelt. Deutliche Worte sind gefallen, hauptsächlich sei die erste Halbzeit in Leverkusen thematisiert worden. „Es war der richtige Zeitpunkt für so ein Gespräch“, sagte Nationalspieler Tim Borowski. Gerüchte, dass es in innerhalb der Mannschaft nicht mehr stimme, bestreiten die Spieler. „Von atmosphärischen Störungen ist nichts zu merken“, so Andreas Reinke.
Kritik gab es zuletzt vor allem an Johan Micoud. Der Franzose, von dem das Werder-Spiel abhängig ist, steckt im Formtief. „Auch er ist Schwankungen unterworfen“, sagte Trainer Schaaf.
