[SPITZMARKE]GELSENKIRCHEN - GELSENKIRCHEN/DPA - Mirko Slomka war realistisch: „Wir müssen nicht mehr nach Bremen schauen“, sagte der Trainer von Schalke 04 mit Blick auf die Qualifikation zur Champions-Liga. Nach einer kläglichen Leistung beim 1:1 (0:1) gegen den abstiegsgefährdeten 1. FC Köln dürfte sein Team den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga verspielt haben. Trotzdem: Slomka war „nicht verärgert, nur enttäuscht“.
Für diese Gefühlslage lieferten ihm seine Profis in der ausverkauften Arena allen Grund. „Es ist egal, welche Stürmer wir bringen. Kevin, Ebbe, Sören – wir sind einfach nicht präsent“, beschrieb Slomka das aktuelle Hauptübel: Kuranyi, Sand oder Larsen sind auf sich allein gestellt – im Zusammenspiel mangelt es an Inspiration. Das liegt auch am früh ausgewechselten Lincoln, der wie ein Fremdkörper wirkte. Ideale Voraussetzungen vor dem Halbfinal-Hinspiel im Uefa-Cup am Donnerstag gegen den FC Sevilla (20.30 Uhr/ZDF) sind das nicht.
Den Aussetzer im Zusammenspiel von Keeper Frank Rost und Dario Rodriguez, der durch Lukas Podolski („Entweder geht er rein oder auf die Tribüne“) per indirektem Freistoß mit dem 0:1 (45.) bestraft wurde, konnte Zlatan Bajramovic per Kopf wenigstens noch ausgleichen (80.). Darum waren die nun seit vier Spielen ungeschlagenen Kölner nicht restlos zufrieden. Sie wussten, dass sie die so wichtigen Punkte im Abstiegskampf nahezu leichtfertig vergeben hatten.
