[SPITZMARKE]MüNCHEN - MÜNCHEN/DPA - Das Verwirrspiel um die Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga im Bezahlfernsehen geht weiter. Auf Druck des Bundeskartellamts muss Premiere die Vermarktung des Liga-Programms des Konkurrenten Arena über Satellit vorerst einstellen. Für Fans, die einen Abo-Vertrag haben, ändert sich nichts. Sie können am kommenden Sonnabend zum Beispiel das Spitzenspiel des Meisters FC Bayern beim VfB Stuttgart wie gewohnt sehen.

Wie es allerdings in der neuen Saison weiter geht, ist erst einmal ungewiss. Zudem startet noch in diesem Jahr die Versteigerung der Live-Rechte für die Spielzeiten von 2009/10 an. Da wollen Premiere und Arena, die derzeit um ihre Kooperation mit dem Kartellamt ringen, als konkurrierende Bieter gegeneinander antreten.

Bis Ende Mai darf Premiere keine Kunden mehr für das Arena-Angebot über Satellit werben. „Der Schaden ist für Premiere überschaubar“, meinte ein Branchenexperte. An den letzten Spieltagen der Saison seien ohnehin nicht mehr viele Kunden zu gewinnen.