[SPITZMARKE]NEUSS - NEUSS/SID/DPA - Der Fußball-Bundesliga droht ab der Saison 2006/07 eine Zerstückelung der Spieltage. Nach Medien-Berichten könnte sich die Liga dem Pay-TV beugen und mit dem neuen TV-Vertrag eine Neuordnung der Spieltage beschließen, um Premiere im Gegenzug für ein höheres Honorar mehr Exklusivität zu garantieren. Die Liga spekuliert auf 500 Millionen Euro pro Jahr, bisher sind es 300 Millionen.
Ab 2006 könnten dann zwei Spiele am Freitagabend um 20 Uhr angepfiffen werden. Von diesen Partien sollen im Free-TV nur noch die wichtigsten Szenen im Mitternachts-Programm zu sehen sein. Sonnabends könnte ein Spiel um 13 Uhr ausgetragen werden, wodurch sich die Liga eine Erschließung des asiatischen Marktes verspricht. Weitere vier Partien würden sonnabends um 15.30 Uhr beginnen, sonntags würde es bei zwei Spielen um 17.30 Uhr bleiben. Offenbar wünscht Premiere aber, dass von den Sonnabend-Begegnungen erst ab 22 Uhr Bilder im Free-TV zu sehen sind. Damit wäre die ARD-Sportschau gefährdet.
Fest geplant ist hingegen eine Fernseh-Übertragung der Eröffnungsfeier des Confederations Cups am 15. Juni in Frankfurt. Die Eröffnungsfeier soll zwischen 300 000 und 400 000 Euro kosten.
Auch das Deutsche Sportfernsehen (DSF) plant. Über das eigene Fernsehprogramm und den angeschlossenen Internetdienst Sport 1 soll bald eine eigene Sportwette mit mehreren tausend Tipps vom Fußball bis zur Formel 1 möglich sein.
