[SPITZMARKE]STUTTGART - STUTTGART/DPA - Drei Wochen vor dem Südgipfel gegen den FC Bayern hängt der VfB Stuttgart weiter wie eine Klette am Spitzenduo Schalke 04 und Werder Bremen. „Das wird so eng bleiben“, prophezeite Nationaltorwart Timo Hildebrand nach dem 3:1 (1:0)-Sieg der Schwaben gegen Alemannia Aachen einen packenden Titelkampf in der Fußball-Bundesliga.
Als Erster definierte Trainer Armin Veh, der bis dato attraktiven Fußball als einzige Maßgabe ausgegeben hatte, nun das Saisonziel neu: „Wir wollen Platz drei behaupten.“
In den vergangenen Jahren war der VfB in solchen Situationen in Selbstzufriedenheit versunken. Am Sonnabend mahnten auch die Fans ihre Mannschaft, jetzt nicht locker zu lassen. Sie hatten ein Transparent mit einem Mörike-Zitat aufgehängt: „Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.“
Gut, aber nicht großartig spielte der VfB vor 43 000 Zuschauern gegen die meist harmlosen Aachener. Nach dem Ausgleich durch Kapitän Moses Sichone (59.), räumte Veh später ein, dachten die Gastgeber wieder an die vier sieglosen Spiele zuvor.
Verzagt wirkten sie und im Angriff fehlte der verletzte Torjäger Mario Gomez an allen Ecken und Enden. Sein Stellvertreter, Marco Streller hatte zwar das 1:0 (30.) geschossen, ging sonst aber unter.
So meldete sich ein fast Vergessener zurück: Fünf Minuten nach seiner Einwechslung erzielte Benjamin Lauth sein erstes Saisontor zum 2:1 (75.). Der vom HSV ausgeliehene 25-Jährige kämpft um seine Karriere: Der VfB kann bis zum 30. Juni entscheiden, ob er ihn für eine Ablösesumme von 1,2 Millionen Euro verpflichten will. Sein Vertrag in Hamburg läuft noch bis 2008.
