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NWZonline.de Sport Fußball

Spradley bittet Oldenburger um Freigabe

23.05.2007

OLDENBURG Geschäftsführer Schüller kam der Bitte des 40- Jährigen am Dienstag nach. Predrag Krunic sei keine Ersatzlösung.

Von Oliver Schulz

Die Schalker Bundesliga-Fußballer durften sich am Sonnabend als Neun-Minuten-Meister fühlen – Basketball-Trainer Doug Spradley darf für sich den Titel in Anspruch nehmen, immerhin für 36 Stunden Coach der EWE Baskets gewesen zu sein. Am Dienstagmorgen sagte der Paderborner überraschend den Oldenburgern ab, am Nachmittag präsentierten die Baskets im ehemaligen Bonner Predrag Krunic den Nachfolger von Don Beck.

Der Grund für Spradleys plötzlichen Sinneswandel ist in seinem doppelten Beschäftigungsverhältnis zu sehen. Offenkundig durften sowohl die Baskets aus Paderborn als auch die aus Oldenburg davon ausgehen, dass der Deutsch-Amerikaner beim eigenen Verein einen rechtsgültigen Vertrag besitzt. Mit den Ostwestfalen besteht ein Kontrakt bis zum Sommer 2008. Und bei den Oldenburgern hatte Spradley nach Aussage des Geschäftsführers Hermann Schüller am vergangenen Sonntag für zwei Jahre unterschrieben.

Trotz der für sie klaren Rechtssituation haben die EWE Baskets den frisch verpflichteten Coach frei gegeben. „Das Gespräch am Dienstag mit Doug Spradley war sehr intensiv. Er hat uns klar die Sorgen und Ängste bezüglich seiner Person und der Familie dargelegt. Wir wollten diesen Jungen nicht verheizen und auch keine Auseinandersetzung mit dem Ligakonkurrenten“, räumte Schüller am Dienstag gegenüber der NWZ ein.

Dabei hätten sich die EWE Baskets nach den Worten ihres Geschäftsführers guten Mutes auf einen Rechtsstreit einlassen können. „Der Vertrag war geschlossen. Wenn aber die Zusammenarbeit mit einem neuen Trainer derart belastet beginnt, macht es vielleicht doch keinen Sinn“, meinte Schüller.

Der heftig Umworbene ging am Dienstag derweil auf Distanz. „Es gab sehr gute Gespräche mit den Oldenburgern, die ein großes Interesse an mir hatten“, sagte Doug Spradley auf NWZ-Anfrage. „Das hat mir alles gut gefallen in Oldenburg. Ich habe aber in Paderborn einen gültigen Vertrag, und ich will die Sache hier zu Ende bringen“. Auf die Frage, ob er einen Vertrag bei den EWE Baskets unterschrieben habe, reagierte Spradley mehrfach ausweichend. Er habe mit Schüller lediglich geredet, teilte er mit. Von Paderborner Vereinsseite war dazu am Dienstag keine Stellungnahme zu erhalten.

Statt Doug Spradley meldeten die Oldenburger schon am Nachmittag Predrag Krunic als neuen Mann an der Seitenlinie. „Er ist keine Ersatzlösung“, stellte Schüller sofort klar. „Er gilt als ausgewiesener Kenner des europäischen und des deutschen Basketballs. Seine taktische Ausrichtung und seine Trainingsphilosophie decken sich mit unseren Vorstellungen“, erklärte der Baskets-Chef.

Die Alternativlösung habe man so schnell präsentieren können, da die Gespräche mit Krunic ebenso gut gewesen seien wie die mit Spradley. Einen Widerspruch sah Schüller darin nicht. „Es gab bei den Kandidatengesprächen in der vergangenen Woche mehrere gute Konzepte, wie die EWE Baskets voran gebracht werden können. Krunics Ansatz hat uns ebenfalls überzeugt“.

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