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SSSSS Klinsmann nimmt in Pflicht

FRIED-MICHAEL CARL

Dass Verantwortliche des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München gruß- und wortlos ein Stadion verlassen, kommt nicht alle Tage vor. Am Sonnabend war ein solcher: Mit versteinerten Mienen verließen Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß die Arena in Wolfsburg.

Nichts war es geworden aus einem Punktgewinn im Spitzenspiel gegen Wolfsburg, nichts aus dem Sprung an die Tabellenspitze, schon gar nichts aus der Stärkung der Moral vor dem Champions-League-Spiel in Barcelona. Im Gegenteil: Nach 60 guten Minuten brach die Mannschaft auseinander und ergab sich widerstandslos ihrem Schicksal.

Noch ist außer dem DFB-Pokal für die Bayern nichts verloren. Meisterschaft und auch der Sieg in der Champions-League sind theoretisch noch möglich. Zweifel an der Umsetzung hegt daran wohl auch Trainer Jürgen Klinsmann. Wenn er darauf hinweist, dass die Zukunft des Vereins auf dem Spiel steht, wird deutlich, wie entscheidend die kommenden Wochen für den Verein sein werden. Und wenn Klinsmann laut wird und sich über haarsträubende Fehler seiner Akteure beklagt, hat das auch eine neue Dimension. Bislang stellte sich der lächelnde Schwabe immer vor seine Spieler. Diese Zeit scheint vorbei zu sein. „Ich habe zehn Monate den Kopf hingehalten, jetzt muss jeder Verantwortung übernehmen“, nimmt er die Spieler ab sofort noch mehr in die Pflicht.

Viele Spieler des Münchner Eliteclubs scheinen den Ernst der Lage noch nicht realisiert zu haben. Drei Punkte Rückstand sind für sie nicht beängstigend, denn die sind durchaus in den kommenden acht Partien noch wettzumachen.

Von der dominierenden Rolle, die die Münchner gerne für sich beanspruchen, sind sie zurzeit aber meilenweit entfernt. Nie wurde das so deutlich wie beim Spitzenspiel in Wolfsburg. Das scheinen auch Rummenigge und Hoeneß erkannt zu haben. Vielleicht war es das, was die sonst so angriffslustigen und redseligen Bayern-Bosse am Sonnabend so sprachlos machte.

Grafite ganz vorn

20 Tore: Grafite (Wolfsburg). 18 Tore: Vedad Ibisevic (Hoffenheim). 17 Tore: Patrick Helmes (Leverkusen). 15 Tore: Edin Dzeko (Wolfsburg), Claudio Pizarro (Bremen). 14 Tore: Milivoje Novakovic (Köln), Mario Gomez (Stuttgart).

Elf des Tages

Weidenfeller (Dortmund) - Tasci (Stuttgart), Gravgaard (Hamburg), Pander (Schalke), Pitroipa (Hamburg), Hajnal (Dortmund), Steinhöfer (Frankfurt), Misimovic (Wolfsburg), Dzeko (Wolfsburg), Grafite (Wolfsburg), Pizarro (Bremen).

Der 27. Spieltag

Sonnabend: München - Frankfurt, Dortmund - Köln, Cottbus - Bielefeld, Hoffenheim - Bochum, Hannover - Berlin, M‘gladbach - Wolfsburg, Schalke - Karlsruhe (alle 15.30 Uhr). Sonntag: Stuttgart - Hamburg, Leverkusen - Bremen (beide 17 Uhr).
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