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NWZonline.de Sport Fußball

Belgier regen sich über „Anti-Fußball“ auf

12.07.2018

St. Petersburg Dieser Tiefschlag tat so teuflisch weh, Thibaut Courtois musste seinem Ärger Luft machen. „Sie spielen nur Anti-Fußball“, ätzte Belgiens Torhüter nach der 0:1 (0:0)-Niederlage im Halbfinale gegen den großen Nachbarn aus Frankreich, „da wäre ich lieber gegen Brasilien rausgeflogen. Die wollten wenigstens Fußball spielen.“ Kapitän Eden Hazard trat ebenfalls nach: „Wir hätten mehr verdient. Aber ich verliere lieber mit Belgien, als wie dieses Frankreich zu gewinnen.“

Die destruktive Spielweise der Équipe Tricolore, gerade nach der Führung durch Samuel Umtiti (51.), stieß der kurz vor dem Ziel gescheiterten Goldenen Generation sauer auf. Die hochveranlagte belgische Offensive um Eden Hazard, Kevin de Bruyne und Romelu Lukaku versuchte vergeblich, die blaue Wand mit spielerischen Mitteln zu durchbrechen. Hazard befand sogar: „Wenn wir zuerst treffen, gewinnen wir das Spiel.“

Doch auch der begnadete Dribbelkünstler vom FC Chelsea musste zugeben, dass dieser „kleine magische Moment“, der das Spiel zugunsten der Roten Teufel hätte wenden können, eben an diesem Abend gefehlt hatte.

Als fairer Verlierer präsentierte sich Thierry Henry. Der französische Rekordtorschütze, seit 2016 Co-Trainer der Belgier, klatschte jeden der Gegenspieler ab. Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps, an dessen Seite er als Spieler 1998 Welt- und zwei Jahre später Europameister geworden war, umarmte er überaus lange. Henrys Chef Roberto Martinez hatte nur warme Worte für seine Schützlinge übrig. „Ich bin so stolz auf die Spieler“, sagte der Spanier, gab aber mit Blick auf den französischen Siegtreffer nach einem Eckball zu: „Es schmerzt natürlich mehr, wenn der Unterschied ein Standard ist.“

Nun aber muss er sein Team schleunigst aufrichten, schließlich ist in Russland noch ein Trostpreis zu holen. Platz drei würde ja immerhin als bestes belgisches WM-Ergebnis in die Geschichte eingehen. „Wenn wir das Turnier mit einem Sieg abschließen, können wir mit einem guten Gefühl in den Urlaub fahren“, befand de Bruyne mit Blick auf das kleine Finale an diesem Samstag (16 Uhr /ARD).

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