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NWZonline.de Sport Fußball

Sticheleien beleben Revierderby

20.10.2012

Dortmund Wenig laute Sprüche, dafür normale Sticheleien – vor dem 141. Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 überwiegt auf beiden Seiten Zurückhaltung. Anders als in den Vorjahren verzichteten alle Beteiligten bei den Fußball-Bundesligisten auf vollmundige Aussagen. Stattdessen stehen hüben wie drüben die Personalprobleme im Mittelpunkt. Trotz der Ausfälle von Mario Götze und Jakub Blaszczykowski und der Sorgen um die angeschlagenen Profis Ilkay Gündogan und Marcel Schmelzer verzichtete BVB-Trainer Jürgen Klopp auf Selbstmitleid: „Leicht kann jeder. Wir müssen ein bisschen zaubern.“

Selbst die vor Revierderbys übliche Suche nach Zündstoff blieb lange erfolglos. Einzig die eher beiläufig und schon am Mittwoch geäußerte Kritik von Schalkes Aufsichtsratsvorsitzendem Clemens Tönnies an der „emotionalen Körpersprache“ von Klopp wurde am Tag vor dem Anpfiff als Aufreger aufgegriffen. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke konterte den verbalen Angriff: „Wir sind in Dortmund mit den Methoden von Jürgen Klopp zweimal Meister geworden. Ich weiß nicht, ob Clemens Tönnies schon eine Meisterschaft mit Schalke gefeiert hat“, sagte der 53-Jährige kühl.

Die Borussia hat derzeit genug mit sich selbst zu tun. Der Ausfall von Stammspielern erschwert dem Meister an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) die ohnehin knifflige Aufgabe. Zwar sorgte die Borussia zuletzt wiederholt für höchsten Unterhaltungswert, brachte sich aber zu häufig um den verdienten Lohn. Bei bereits neun Zählern Rückstand auf den vermeintlich größten Titelkonkurrenten Bayern München ist ein Erfolg gegen den Erzrivalen aus Gelsenkirchen Pflicht.

„Aktuell steht Gelsenkirchen vor uns, aber das ist sicher nur eine Momentaufnahme“, meinte Watzke. Das bewusste Ignorieren des Namens Schalke ist eine der beliebten Sticheleien zwischen den Clubs, die sonst gegenseitig gerne von „Lüdenscheid-Nord“ (Schalke über Dortmund) oder „Herne-West“ (Dortmund über Schalke) sprechen, um bloß den Namen des Rivalen nicht in den Mund zu nehmen.

So einfach wie in den vorigen beiden Jahren mit drei Siegen und einem Remis dürfte es für den Titelverteidiger im Duell mit dem Nachbarn jedoch nicht werden. Schließlich schickt sich der FC Schalke an, das Erfolgsrezept des Nachbarn erfolgreich zu kopieren. Junge Spieler wie Joel Matip, Lewis Holtby und Julian Draxler machen Hoffnung auf eine Zukunft auf Augenhöhe mit dem BVB. Was noch fehlt, ist der Nachweis, im direkten Duell mit Spitzenteams bestehen zu können. Und dieser Nachweis soll im ausverkauften Dortmunder Stadion erbracht werden. „Ich hoffe, dass der Abstand kleiner geworden ist und wir das auch zeigen können“, sagte Trainer Huub Stevens.

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