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NWZonline.de Sport Fußball

UNTERSUCHUNG: Studie: Rassismus im Profifußball nimmt ab

13.10.2006

BERLIN Der 8. Bundesliga-Spieltag steht im Zeichen einer großen Anti-Rassismus-Aktion. 300 000 Zuschauer wollen der Fremdenfeindlichkeit die Rote Karte zeigen.

Von Felix Hoffmann BERLIN - Trotz der jüngsten Vorfälle in der Fußball-Bundesliga sind rassistische Äußerungen und gewalttätige Auseinandersetzungen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Dennoch besteht weiter die Notwendigkeit, alle Maßnahmen gegen Gewalt und Rassismus zu fördern. Zu diesem Fazit kommt die durch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft in Auftrag gegebene Studie, die gestern in Berlin vorgestellt wurde.

Die Wissenschaftler um den Hannoveraner Gunter Pilz haben in ihrer zweijährigen Forschungszeit das Zuschauerverhalten im Profi-Fußball studiert. Rassistische Ausfälle in deutschen Stadien sind zwar keine Randerscheinungen. Dennoch: „Der offene Rassismus ist eher zur Ausnahme geworden“, sagte Pilz gestern.

Unter seiner Leitung hatte sich ein sechsköpfiges Team von Wissenschaftlern zwei Jahre lang mit der Wandlung des Zuschauerverhaltens im Profifußball auseinander gesetzt. Pilz führte fort: „Rassismus wird niemals ein Thema sein, das wir völlig im Griff haben werden. Gerade deshalb müssen wir kontinuierlich dagegen arbeiten.“

Die Wissenschaftler beschäftigten sich vor allem mit den so genannten Ultras. Diese breite Fanbewegung distanziert sich in Deutschland zwar deutlich von gewaltbereiten Hooligans, empfindet aber Polizei und Verbände als Feindbilder. Ihr Ärger resultiere aus der Kommerzialisierung des Fußballs und dem als willkürlich empfundenen Auftreten der Polizei.

Die Studie fordert in diesem Zusammenhang eine bessere Kommunikation, denn die organisierte Fanszene sei ebenfalls daran beteiligt, dass Rassismus und Gewalt in deutschen Stadien immer seltener eine Plattform hätten. „Immer wieder sind es die organisierten Fangruppen, die in breit angelegten Aktionen zu Toleranz und Gewaltlosigkeit aufrufen“, sagte Pilz. Das treffe selbst auf die Ultras zu: „Fremdenfeindliches Verhalten wird von einem Großteil der Ultras nicht toleriert.“

Eine große Anti-Rassismus-Aktion umrahmt den 8. Bundesliga-Spieltag (20. bis 22. Oktober). 300 000 Zuschauer wollen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit dann die Rote Karte zeigen.

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