STUTTGART/BREMEN - STUTTGART/BREMEN/SID/DPA - Am Sonnabend geht es für Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart zu Meister Werder Bremen, eine Woche später kommt Schalke 04 ins Gottlieb-Daimler-Stadion. Wenn es gut läuft, ist für die Schwaben von der Qualifikation zur Champions-Liga bis zur fünften deutschen Meisterschaft alles möglich. Abhängig vom Erfolg ist auch die finanzielle Schlagkraft für die kommende Saison.

„Wir nehmen Risiko in Kauf, aber alles muss kalkulierbar bleiben. Wer nur auf Pump lebt, hat keine Zukunft“, erklärte Aufsichtsrats-Boss Dieter Hundt und machte deutlich, dass die sparsamen Schwaben hochkarätige Neuverpflichtungen wohl nur im Fall einer Teilnahme an der europäischen „Königsklasse“ realisieren werden. Für Sportmanager Herbert Briem gilt: „Der VfB wird kein zweites Dortmund. Wir werfen nicht mit dem Geld herum, das wir nicht haben.“

Vor der „Woche der Wahrheit“ bleibt Trainer Matthias Sammer gelassen. „Das sind sicherlich zwei wichtige Spiele“, sagte der Trainer, „aber es gibt auch jeweils nur drei Punkte.“ Sammer ließ aber keinen Zweifel an seinem Ziel: „Zwei Siege.“

Die Bremer müssen gegen Stuttgart auf Verteidiger Petri Pasanen verzichten. Der finnische Nationalspieler laboriert an einer fiebrigen Erkältung. Ein Einsatz von Ümit Davala ist ebenfalls auszuschließen. Der türkische Nationalspieler hat einen Hörsturz erlitten.

Werders Sportdirektor Klaus Allofs will die Partie gegen die Schwaben nicht als die letzte Chance des Titelverteidigers sehen. „Wenn wir das Spiel verlieren, wovon ich nicht ausgehe, müssen wir uns keine Gedanken mehr um die Titelverteidigung machen. Wenn wir drei Punkte holen, sind wir weiter im Rennen.“ Fabian Ernst sieht diese Konstellation ebenso. „Mich interessiert nur der Titel. Weder Bayern noch Schalke sind so souverän, so stabil. Die werden auch noch scheitern“, erklärte der Nationalspieler.

Die Planungen für die kommende Saison laufen bei den Bremern auf Hochtouren. Der dänische Abwehrspieler Leon Andreasen steht kurz vor einem Wechsel an die Weser. „Der Spieler hat erklärt, dass er sich für Werder Bremen entscheiden würde, wenn er die Freigabe des Vereins erhält“, sagte Allofs.