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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: SV Atlas zurück auf der Landkarte

01.06.2017

Delmenhorst Am vergangenen Sonntag um 16.52 Uhr war es soweit. Der Sportvorstand des SV Atlas Delmenhorst, Bastian Fuhrken, stand nach dem 5:1 der Gelb-Blauen gegen den VfL Wildeshausen in einer Spielertraube aus Atlas-Spielern. Der sportliche Leiter des SV Bad Rothenfeldes verkündete per Telefon das 3:3 seines Teams beim Delmenhorster Aufstiegsrivalen Blau-Weiß Lohne. Damit war klar, dass der SV Atlas nur fünf Jahre nach seiner Neugründung in die Oberliga aufsteigt. Der Rest war Jubel im Delmenhorster Stadion.

15 Jahre ist es her, dass der Ursprungsverein SV Atlas von 1973 nach einer Insolvenz aufgelöst wurde. Als Nachfolgeverein wurde 2002 der Club Eintracht Delmenhorst gegründet, der vor allem die Jugendmannschaften auffangen sollte. Zehn Jahre später, am 4. Juli 2012, wurde der SV Atlas neugegründet und übernahm die Fußballabteilung der Eintracht.

1981 im Achtelfinale des DFB-Pokals

Der ursprüngliche Verein Atlas Delmenhorst nahm einmal, in der Saison 1980/81, am DFB-Pokal teil. Die Mannschaft stieß bis ins Achtelfinale vor. Obwohl das Team in der damals drittklassigen Oberliga Nord spielte, hatte es gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach nicht automatisch Heimrecht. In der Achtelfinal-Partie am Bökelberg kassierten die Delmenhorster eine 1:6-Pleite.

Mit dem ursprünglichen Namensgeber, einem Baumaschinenhersteller, hat der Verein aber nichts mehr zu tun. Vielmehr versucht man, sich mit vielen Unternehmen ein breiteres und sicheres Sponsorennetz aufzubauen.

Angefangen in der 1. Kreisklasse, kämpfte sich das Team innerhalb von nur vier Jahren in die Landesliga Weser-Ems. Seit 2013 mit dabei: Trainer Jürgen Hahn. Der ehemalige Co-Trainer von Markus Weinzierl bei Jahn Regensburg – Weinzierl trainiert jetzt den Fußball-Bundesligisten Schalke 04 – beschreibt seine Zeit bei Atlas als „intensiv und sehr emotional“, aber in erster Linie als „einmalig“.

Eine Aufstiegsfeier wollten die Delmenhorster vor dem Spiel gegen Wildeshausen nicht planen. Stattdessen wurde improvisiert. „Im eigenen Stadion mit den Fans so spontan den Aufstieg zu feiern, war was ganz Besonderes“, sagt Hahn.

Oberligareife beweist der SV Atlas bereits in der Begeisterung seiner Anhänger, die nicht erst seit Sonntag keine Grenzen mehr kennt. In der gesamten Saison kamen im Schnitt 948 Zuschauer zu den Spielen in das Stadion an der Düsternortstraße. Zum Vergleich: Zum Ersten im Zuschauerranking der Oberliga Niedersachsen, dem SSV Jeddeloh, kamen durchschnittlich lediglich 432 Zuschauer. „Ganz Delmenhorst fiebert mit. Das merkst du nicht nur im Stadion, sondern auch beim Einkaufen, in der Innenstadt oder an der Tankstelle. Alle laufen mit dem Atlas-Wappen durch die Gegend“, sagt der in Oldenburg lebende Trainer, der auch schon die zweite Mannschaft des VfB Oldenburg trainierte.

Dass ganz Delmenhorst dieser Tage Gelb-Blau trägt, liegt aber auch an der Vergangenheit. Ab 1995 spielte Atlas drei Jahre in Folge in der damals drittklassigen Regionalliga Nord. Hakan Cengiz erzielte in der ersten Regionalliga-Saison 21 Tore, wechselte dann zu Eintracht Frankfurt, ehe er später in den Nordwesten zurückkehrte und unter anderem noch für den SV Wilhelmshaven und den VfB Oldenburg spielte.

Einen wie Cengiz könnte der SV Atlas auch in der Oberliga sehr gut gebrauchen. Mit einem weiteren Aufstieg rechnet Hahn aber nicht: „Die Oberliga ist ein ganz anderes Niveau. Wir müssen uns erst mal etablieren und lernen, mit Niederlagen umzugehen.“

Der Frage, ob sein Ex-Kollege Weinzierl bereits zum Aufstieg gratuliert habe, entgegnete Hahn mit einem Schmunzeln: „Noch nicht, aber er hatte diese Saison ja auch nicht viel zu feiern.“

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