Hamburg - Bei Hannover 96 sind die Vorgaben im Bundesliga-Abstiegskampf noch am klarsten. „Herr Korkut weiß, dass wir mal wieder gewinnen sollten. Frankfurt ist ein extrem wichtiges Spiel, da sollten wir zumindest nicht verlieren“, fordert Präsident Martin Kind, und Sportdirektor Dirk Dufner ergänzt: „Zu punkten ist eine klare Anforderung an die Mannschaft.“

Zehn Spiele ohne Sieg, nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16 und nur noch drei Punkte entfernt von einem direkten Abstiegsplatz – im Gegensatz zur Konkurrenz aus Stuttgart, Hamburg, Berlin und Mainz haben die 96er vor ihrem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) die vermeintliche Trumpfkarte namens Trainerwechsel noch nicht gezogen. Ein bisschen Kredit hat Tayfun Korkut an der Leine immer noch – auch weil ihm vor exakt einem Jahr in einer ähnlichen Situation mit einem Auswärtssieg am Main der sportliche Umschwung gelang.

Eintracht Frankfurts Trainer Thomas Schaaf hat trotz der akuten Krise bei Hannover 96 vor den Gästen gewarnt. „Sie haben vor der Saison eine Menge investiert und haben sich auch hohe Ziele gesetzt. Man weiß, dass es dann immer wieder schwierige Phasen geben kann. Man weiß aber auch, dass da immer noch viel Qualität vorhanden ist“, sagte Schaaf am Freitag.