Nyon/Bremen - Thomas Schaaf hat einen neuen Job gefunden – zumindest vorübergehend. Der Fußballlehrer ist in dieser Woche für die Uefa tätig und arbeitet bei einem Trainerausbildungskursus in Nyon. Der langjährige Trainer des Bundesligisten Werder Bremen gab den Pro-Lizenz-Anwärtern aus Belgien, Zypern, Finnland und der Ukraine nach Angaben der Uefa Tipps aus seinem eigenen Erfahrungsschatz.

Der 52-Jährige, der von Mai 1999 bis Mai 2013 bei Werder auf der Bank gesessen hatte, riet den Teilnehmern vor allem zur Bildung einer eigenen Philosophie: „Ich will alle dazu ermutigen, authentisch und einzigartig in der eigenen Arbeit zu bleiben“, sagte Schaaf. Seit dem Ende seines 14-jährigen Engagements an der Weser hat er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Schaafs Ex-Club Werder steht indes auch nach dessen Demission weiter voll im Kampf um den Klassenerhalt. Um Tuchfühlung zum oberen Tabellendrittel zu halten, benötigen die Bremer an diesem Sonntag (17.30 Uhr/Weserstadion) gegen Hannover 96 einen Sieg. Dazu muss es aber vor allem wieder in der Offensive klappen.

Mit nur neun erzielten Treffern nach zehn Spieltagen ist Werder so angriffsschwach wie seit 39 Jahren nicht mehr (Sieben Treffer in der Saison 1974/75). Und im Nordderby werden die Bremer wie schon in Wolfsburg (0:3) ohne echten Stürmer antreten müssen

„Es wird wohl nicht reichen“, sagte Trainer Robin Dutt am Dienstag über den angeschlagenen Angreifer Franco di Santo. Der argentinische Profi des Fußball-Bundesligisten hatte sich am Anfang des Monats einen Muskelfaserriss an der Rückseite des linken Oberschenkels zugezogen und kann weiterhin kein Mannschaftstraining absolvieren. Torjäger Nils Petersen ist ebenfalls verletzt.