Klose stürmt voran
17 Tore: Miroslav Klose (Werder Bremen)13: Halil Altintop (1. FC Kaiserslautern)
12: Michael Ballack (Bayern), Ebi Smolarek (Dortmund)
Elf des 23. SpieltagesJentzsch (Wolfsburg/3 Nominierung) – Beda (K’lautern), Alex (Wolfsburg), Brzenska (Dortmund/2) – Deisler (2), Ballack (beide Bayern/4), Meißner (Stuttgart), Asamoah (Schalke/2) – Guerrero (Bayern), Sanogo (K’lautern/2), Klose (Bremen/7).Der 24. SpieltagSonnabend: FC Bayern - Hamburger SV, Hertha BSC - 1. FC Köln, 1. FC Nürnberg - MSV Duisburg, Hannover 96 - Schalke 04, 1. FC K’lautern - VfB Stuttgart, Bor. Dortmund - Mainz 05, Bayer Leverkusen - Werder Bremen (alle 15.30 Uhr). Sonntag: Eintr. Frankfurt - VfL Wolfsburg, Bor. M’gladbach - Arm. Bielefeld (beide 17.30 Uhr).Von Oliver Schulz
Liebe Narrinnen und Narhallesen! Drauße’ steht das Abstiegsgespenst – wolle mer’s neilasse?Zwar hat es der selbst ernannte Karnevalsverein der Bundesliga noch drei Tage hin bis Aschermittwoch und gar elf Spieltage bis Saisonende, doch schon am Rosenmontag scheint für die Mainzer fast alles vorbei. Dabei wirkt es nicht gerade ungemütlich beim Drittletzten: „Wir werden eine Woche lang noch enger zusammenrücken – auch wenn wir uns dann auf dem Schoß sitzen“, hatte Trainer Jürgen Klopp nach der 0:2-Niederlage gegen Kaiserslautern verkündet. Vom Querdenker und -sprecher der Übungsleiterzunft stammt auch folgende Selbsteinschätzung: „Dass dies eine erfolgreiche Mannschaft ist, haben wir in dieser Saison lange Zeit erfolgreich vertuschen können“. Tusch – tätätä!
Auch die Jecken in Kölle präsentieren sich außer Rand und Band. Gegen den Rivalen aus Leverkusen flohen die Anhänger schon während des Spiels lieber zum Faste-lovend der Kleingartenvereins Nippes oder stürzten sich ins Kölsch. Eines der Kölner Karnevalslieder hat den ins Hochdeutsche übersetzten Refrain: „Da sind wir dabei, das ist prima. Viva, Colonia!“ Gemeint ist wohl der Abstieg in die Zweite Liga. Tusch – tätätä!
Die Münchner Bayern verstehen nichts vom Karneval – allenfalls etwas vom Fasching, der aber nur dienstags stattfindet. Insofern scheren sie sich nicht um die Zeit zwischen Altweiberfastnacht und Rosenmontag – und gewinnen, gegen Frankfurt sogar mit Leidenschaft.
Trainer Felix Magath hat mal wieder Sebastian Deisler und Basti Schweinsteiger in die Bütt geschickt. Für den Motivwagen des Deutschen Fußball-Bundes ist es ganz schön, dass zwei Nationalspieler mal wieder spielen durften. Wer letztlich die Pappnase auf hat, wird sich im narrenfreien Juni 2006 zeigen. Tusch – tätätä!
