Toni enteilt
18 Tore: Luca Toni (Bayern München). 15 Tore: Mario Gomez (VfB Stuttgart). 13 Tore: Mladen Petric (Borussia Dortmund). 12 Tore: Diego (Werder Bremen).Elf des TagesWächter (Rostock) - Russ (Frankfurt), Mijatovic (Bielefeld), Eichner (Karlsruhe), Schulz (Hannover), Rolfes (Leverkusen), Rost (Cottbus), Grlic (Duisburg), Ze Roberto (München), Toni (München), Bartels (Rostock).Der 29. SpieltagDienstag: Hansa Rostock - Werder Bremen, Hertha BSC - Hamburger SV, VfL Wolfsburg - VfL Bochum, Schalke 04 - Energie Cottbus (alle 20 Uhr).Mittwoch: Eintr. Frankfurt - Bayern München, Arminia Bielefeld - Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg, Borussia Dortmund - Hannover 96, MSV Duisburg - Karlsruher SC (alle 20 Uhr).
Von Hauke RichtersIn acht Partien 24 Treffer – am 28. Spieltag langten die Akteure ordentlich zu. Die stark abstiegsbedrohten Mannschaften von Energie Cottbus, Hansa Rostock und MSV Duisburg beteiligten sich zwar insgesamt nur viermal an dem Torhagel, sie setzten ihre Treffer allerdings äußerst effektiv ein. Alle drei Teams kamen zu Siegen, und auch das Schlusslicht 1. FC Nürnberg lag bis zum Abbruch des Regenspiels gegen Wolfsburg mit 1:0 vorn – im Keller der Bundesliga hat sich noch keiner aufgegeben.Wie tagesaktuell und angeblich doch langfristig in der Bundesliga entschieden wird, verdeutlicht der Fall von Mirko Slomka. Vor einer Woche stand er mit den Schalkern noch auf Platz zwei und im Viertelfinale der Championsliga. Sieben Tage und zwei Niederlagen später steht er nun ohne Job da. Manager Andreas Müller, bis zuletzt einer der Fürsprecher Slomkas, hatte eine Situation ausgemacht, die sich in Zukunft „negativ auf die Mannschaft“ auswirken könne. Will heißen: Wir trauen dem Trainer nicht zu, das Steuer noch einmal herumzureißen.
Doch offenbar waren nicht nur die zwei Schlappen die Gründe für die Trennung. Auch bei Schalke 04, das sich so gern als volksnaher Arbeiterclub präsentiert, verlangen die Fans inzwischen nach Spektakel. Und das personifizierte der nette Herr Slomka nur unzureichend. Das Anpreisen der eigenen Person war nicht die Spezialität des ehemaligen Assistenztrainers. Nicht auszudenken, wie schillernde Figuren vom Format eines Christoph Daum oder Werner Lorant es verstanden hätten, die noch vor einer Woche beeindruckende Bilanz auch für die Werbung in eigener Sache zu nutzen.
Der Abgang Slomkas soll nicht heißen, dass die Liga nicht auch stillere Typen verträgt – siehe Thomas Schaaf oder Friedhelm Funkel. Auf die Bühne des Schalker Fußball-Theaters passt ein ruhiger Übungsleiter inzwischen aber nicht mehr.
