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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Trainer im Norden auf Schleudersitzen

06.03.2013

Oldenburg Trainerwechsel sind beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen eine Seltenheit. Otto Rehhagel war von 1981 bis 1995 im Amt, Thomas Schaaf ist seit 1999 Cheftrainer. Sein größter Erfolg war der Gewinn des Doubles 2004. Seine schlechtesten Platzierungen verzeichnete Schaaf 1999 (er hatte das Team wenige Wochen zuvor auf Platz 15 übernommen) und 2011, als Werder jeweils 13. wurde.

Die schwachen Vorstellungen der Bremer Mannschaft in den vergangenen Wochen – derzeit belegt das Team Rang 14 – lassen nun viele Werder-Fans darüber diskutieren, ob sich ein Trainer abnutzen kann. Die anderen Bundesliga-Nordclubs sind nicht so zurückhaltend: Sie tauschten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten reihenweise Trainer aus. Eine Übersicht:

Hamburger SV: Als Thomas Schaaf am 10. Mai 1999 Werder-Trainer wurde, war beim HSV Frank Pagelsdorf für die Mannschaft verantwortlich. Als er im September 2001 gehen musste, war er rund vier Jahre im Amt gewesen – für HSV-Verhältnisse eine sehr lange Zeit. Nach dem Abgang von Pagelsdorf arbeiteten bis heute 13 weitere Chef- oder Interimstrainer für die Hamburger. Der bislang letzte in dieser Reihe ist der aktuelle Coach Thorsten Fink, der im Oktober 2011 seine Arbeit aufnahm.

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Die besten Platzierungen des HSV seit 1999 waren die dritten Ränge in den Spielzeiten 1999/2000 (unter Pagelsdorf) und 2005/06 (unter Thomas Doll). Das schlechteste Abschneiden stammt aus der Saison 2011/12, als der im Laufe der Spielzeit verpflichtete Fink die Mannschaft noch auf Rang 15 führte.

Die Sehnsucht der HSV-Fans nach einem Titel konnte in den vergangenen Jahren keiner der vielen Trainer befriedigen. Etwas Zählbares gewann der Club zuletzt 1987, als das Team unter Ernst Happel den DFB-Pokal holte. Unter Fink könnte in dieser Saison zumindest die Qualifikation für die Europa League gelingen, derzeit ist der Hamburger SV Tabellensiebter.

Hannover 96: Im Mai 1999 kämpfte das Team um den Aufstieg in die Bundesliga, den es als Tabellenvierter der 2. Liga aber verpasste. Trainer war damals Franz Gerber. 2002 führte schließlich Ralf Rangnick die Mannschaft zurück ins Oberhaus. Der dynamische und extrem eigenwillige Cheftrainer musste im März 2004 gehen. Nach Rangnick kamen (und gingen) Ewald Lienen, Peter Neururer, Michael Schönberg, Dieter Hecking und Andreas Bergmann, ehe Anfang 2010 der heutige Amtsinhaber Mirko Slomka verpflichtet wurde.

Seit dem Aufstieg 2002 ist der vierte Rang unter Slomka in der Saison 2010/11 die beste Platzierung. Am schlechtesten schnitt Hannover 2009/10 ab, als das Team den 15. Platz belegte. Im Laufe der Spielzeit hatte Slomka das Team in Abstiegsnot übernommen.

96-Präsident Martin Kind hatte vor einigen Jahren mit Blick auf die häufig wechselnden Trainer erklärt, er wünsche sich „Bremer Verhältnisse“. Seit dem Aufstieg vor elf Jahren war kein Trainer in Hannover so lange im Amt wie mittlerweile Slomka. Für ihn wird es in den noch ausstehenden Spielen aber schwierig, an die guten Ergebnisse der beiden vergangenen Spielzeiten (Platz vier und sieben) anzuknüpfen. Derzeit ist das Team Tabellenzehnter.

VfL Wolfsburg: 90 Kilometer östlich von Hannover ging es in Personalfragen jahrelang unspektakulär zu. Von März 1998 bis März 2003 (also auch während Schaafs Dienstantritt in Bremen) wurde der VfL Wolfsburg in der Bundesliga von Wolfgang Wolf trainiert. Nach seinem Weggang hatte die Clubführung offenbar Nachholbedarf in Sachen Trainerwechsel: Zwölfmal wurde seitdem der Verantwortliche getauscht. Zuletzt war dies zu Jahresbeginn bei der Verpflichtung von Dieter Hecking der Fall.

Der größte Erfolg des VfL seit 1999 (und auch überhaupt) war der Gewinn der Meisterschaft 2009 unter Felix Magath. Die schlechtesten Platzierungen – jeweils 15. Rang – stammen aus den Spielzeiten 2005/06, 2006/07 und 2010/11, als der Verein teilweise drei Trainer pro Saison verzeichnete.

Mit den gestiegenen Ansprüchen des Hauptsponsors VW verkürzten sich beim VfL in der jüngeren Vergangenheit auch die Amtszeiten der Trainer. Blieb der Erfolg aus, musste der Übungsleiter schnell gehen. Mit Hecking soll nun Kontinuität einziehen. Der 48-Jährige hat dabei noch viel zu tun: Der hochambitionierte VfL belegt derzeit den 15. Platz.

Seit Mai 1999 im Amt:Thomas Schaaf BILD: dpa
Seit Mai 1999 im Amt: Thomas Schaaf BILD: dpa

Rehhagel schaffte 1981 Wiederaufstieg

Werders Trainer seit Gründung der Bundesliga 1963: Willy Multhaup 7/63 - 6/65 Günter Brocker 7/65 - 9/67 Fritz Langner 9/67 - 6/69 Fritz Rebell 7/69 - 3/70 Hans Tilkowski 3/70 - 6/70 Robert Gebhardt 7/70 - 9/71 Willy Multhaup 9/71 - 10/71 Sepp Piontek 10/71 - 5/72 Fritz Langner 5/72 - 6/72 Sepp Piontek 7/72 - 6/75 Herbert Burdenski 7/75 - 2/76 Otto Rehhagel 2/76 - 6/76 Hans Tilkowski 7/76 - 12/77 Rudi Assauer und Fred Schulz 12/77 - 6/78 Wolfgang Weber 7/78 - 1/80 Rudi Assauer und Fritz Langner 1/80 - 6/80 (Abstieg) Kuno Klötzer 7/80 - 4/81 (2. Liga) Otto Rehhagel 4/81 - 6/95 (mit Aufstieg 1981) Aad de Mos 7/95 - 1/96 Dixie Dörner 1/96 - 8/97 Wolfgang Sidka 8/97 - 10/98 Felix Magath 10/98 - 5/99 Thomas Schaaf seit 5/1999

    www.nwzonline.de/werder

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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