Berlin - „Eisenmann“ Jan Frodeno konnte sein Glück kaum fassen: Der Ironman-Weltmeister erhielt am Montagabend eine weitere Auszeichnung für sein Mega-Jahr 2015 und gewann bei der Verleihung der Laureus Sports Awards im Palais am Berliner Funkturm den Sport-Oscar in der Kategorie „Action Sportperson des Jahres“.

„Hallo Berlin, Wahnsinn“, rief Frodeno den 600 geladenen Besuchern im Saal zu. „Ich war schon ziemlich stolz, als Botschafter ernannt zu werden. Dann wurde ich nominiert, das war sensationell. Jetzt habe ich tatsächlich den Laureus“, sagte Frodeno gerührt. Der 34-Jährige aus Köln hatte 2015 Sport-Geschichte geschrieben und als erster Triathlet nach seinem Olympiasieg (2008 in Peking) auch den WM-Titel gewonnen – und das ausgerechnet im Triathlon-Mekka auf Hawaii.

Bei der von Hollywood-Star Bill Murray moderierten Gala sorgte Frodeno für den elften deutschen Sieg bei der seit dem Jahr 2000 ausgetragenen Sportler-Ehrung. Über 60 Größen des internationalen Sports hatten sich in Berlin eingefunden, um bei der großen Show dabei zu sein.

Die Tennis-Stars Novak Djokovic und Serena Williams wurden als „Sportler des Jahres“ geehrt. Für den Serben war es die zweite Auszeichnung in Serie. Der Schützling von Boris Becker hatte im Jahr 2015 drei Grand-Slam-Turniere und sieben ATP-Turniere gewonnen. Bei der Wahl der Jury aus mehr als 50 Mitgliedern der Laureus-Academy ließ Djokovic unter anderen Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona und Sprint-Weltrekordler Usain Bolt hinter sich. Bereits zum vierten Mal wurde die US-Amerikanerin Serena Williams mit dem Award geehrt. Sie zog mit dem bisherigen Rekordhalter Roger Federer gleich.

Posthum wurde zudem der im März gestorbenen niederländischen Fußball-Legende Johan Cruyff gedacht. Die Ehrung nahm unter Tränen sein Sohn Jordi entgegen.

Erstmals seit dem Start im Jahr 2000 wurden die Preise in Deutschland verliehen.