UDINE - Dank seines über Nacht genesenen Superstars Diego hat Werder Bremen zum vierten Mal das Uefa-Pokal-Halbfinale erreicht und die Hoffnungen auf den erstmaligen Gewinn des Cups genährt. Der Brasilianer erzielte am Donnerstag beim 3:3 (1:3) bei Udinese Calcio zwei Tore selbst (28./60. Minute) und lieferte zum dritten Treffer durch Claudio Pizarro (73.) die Vorarbeit. Das Remis reichte für den vor allem in der ersten Halbzeit optisch unterlegenen Tabellen-Zehnten der Fußball-Bundesliga, um nach dem 3:1 im Hinspiel in die Vorschlussrunde einzuziehen. Dort kommt es am 30. April in Bremen (Hinspiel) und am 7. Mai in Hamburg (Rückspiel) zum Duell mit dem HSV. Zudem spielt Werder auswärts am 22. April (DFB-Pokal-Halbfinale) und zu Hause am 10. Mai (Bundesliga) gegen die Hamburger.

Gökhan Inler (15.) hatte den Tabellen-Zwölften der italienischen Serie A in Führung gebracht, Fabio Quagliarella (30./38.) für die zwischenzeitliche 3:1-Führung des Gastgeber gesorgt. Unmittelbar vor dem 3:3 durch Pizarro war Diego in einem packenden Spiel mit einem an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter an Udine-Torwart Samir Handanovic gescheitert (72.). Den anschließenden Eckball verwertete Pizarro aus kurzer Distanz zum Ausgleich.

Keine Viertelstunde war gespielt, als Inler mit einem Schuss aus 25 Metern Bremens Torwart Tim Wiese keine Abwehrchance ließ. Die Bremer hatten Probleme mit dem hohen Tempo der Italiener. Udine setzte mit drei Stürmern auf Offensive und den Gast damit unter Dauer-Druck. Weil sich aber auch die Bremer nicht versteckten, entwickelte sich eine sehenswerte Partie mit zahlreichen Torchancen – und gleich vier Toren noch vor der Halbzeit.

Mit einem feinen Dribbling tanzte Bremens Regisseur Diego, der erst nach dem Warmmachen Grünes Licht für einen Einsatz gegeben hatte, die Udine-Verteidigung aus und traf zum wichtigen 1:1. Ruhe und Sicherheit gab der Ausgleich allerdings nicht. Im Gegenteil: Die Italiener berannten weiter das Werder-Tor und wurden für ihre Angriffsbemühungen mit den Treffern durch Quagliarella belohnt. Diegos Anschlusstreffer in der 60. Minute ließ die Bremer dann durchatmen, ehe Pizarro sogar noch der Ausgleich gelang.