Nyon - Mit scharfer Kritik an der Fifa hat die Uefa auf einen Bericht über die Arbeit der Reformkommission des Weltverbandes IGC reagiert. „Die jüngsten Enthüllungen über den Pieth-Bericht zeigen, dass die unabhängige Fifa-Kommission für Governance alles andere als unabhängig war“, twitterte Uefa-Mediendirektor Pedro Pinto.
Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, dass ein vorläufiger Abschlussbericht von Reformberater Mark Pieth mit kritischen Aussagen zu Fifa-Präsident Joseph Blatter im Frühjahr 2014 von der Rechtsabteilung des Fußball-Weltverbandes entschärft worden sei. Bei der gestrichenen Pieth-Kritik ging es wohl um Blatters Rolle im Zuge der Affäre um den später zahlungsunfähigen Fifa-Vermarkter ISL.
Pieth hatte mehrfach Uefa-Funktionäre als Blockierer bei den Bemühungen um eine Fifa-Demokratiereform bezeichnet. „Die Uefa hat sich immer gewundert, warum sie von Herrn Pieth fälschlicherweise als Reform-Blockierer beschuldigt worden war. Jetzt verstehen wir warum“, schrieb Pinto.
Die Fifa hat indes am Montag die drei Gegenkandidaten für Präsident Blatter bestätigt. Bei der Wahl am 29. Mai treten der jordanische Prinz Ali bin Al Hussein (39), der niederländische Verbandsboss Michael van Praag (67) und der frühere Weltfußballer Luis Figo (42/Portugal) gegen ihn an.
