Herr Schaaf, manch einer glaubte nach dem 0:1 in Leverkusen an Ihre Entlassung. Die Fans haben Sie jedoch lange nach Abpfiff noch gefeiert. Was haben Sie empfunden?
Thomas Schaaf (51)Das war in der Kabine nicht zu überhören. Alle richten ein riesiges Dankeschön an die Fans. Die Art und Weise, wie sie uns unterstützt haben, ist einzigartig. Es ist großartig, wenn man so etwas erleben darf. Wir werden versuchen, das zurückzugeben mit Leistung.
Ist das schon in Leverkusen gelungen?
SchaafDie Mannschaft hat alles versucht. Sie war sehr engagiert, sehr diszipliniert. Leider sieht man, dass die Überzeugung im Spiel nach vorne fehlt. Wir müssen in den letzten drei Spielen die Entschlossenheit in der Defensive bewahren und Mut, Selbstvertrauen und Risiko draufpacken.
Nächste Woche kommt Hoffenheim. Kann Ihre Mannschaft mit dem Druck im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga umgehen?
Schaaf Ich hatte in der Woche schon das Gefühl, dass sie bereit ist, die Situation anzunehmen. Der Abstand nach unten wird geringer, aber die Lage hat sich nicht verändert.
Wie beurteilen Sie den entscheidenden Elfmeter zum 0:1 in Leverkusen?
Schaaf Für uns gab es letzte Woche in einer ähnlichen Situation keinen Elfmeter. Deshalb hat man das Gefühl, dass jeder sein eigenes Regelbuch hat. Dafür fehlt mir das Verständnis.
Geschäftsführer Thomas Eichin hat Ihnen eine Jobgarantie bis Saisonende ausgesprochen. Sind Sie danach nicht mehr Werder-Trainer?
SchaafWenn sie das so empfinden, müssen sie das so interpretieren. Ich habe einen Vertrag bis 2014.
Ist es vorstellbar, dass die suspendierten Arnautovic und Elia in dieser Saison noch zum Einsatz kommen?
SchaafWir haben ein eindeutiges Zeichen gesetzt. Daran kann man erkennen, dass etwas falsch gelaufen ist. Wie es jetzt weitergeht, ist noch nicht in meinem Kopf.
