VALENCIA - Nach der Nullnummer ohne Mut und Mumm und 271 Minuten ohne Tor in der Championsliga sahen sich die Minimalisten von Schalke 04 auf den Spuren prominenter Vorbilder. „Das gab’s doch schon mal bei einer WM. Waren das nicht die Italiener?“, fragte Manager Andreas Müller nach dem 0:0 beim FC Valencia, als er über die Chancen auf ein Weiterkommen nachdachte.
Mit nur zwei Toren und ohne einen einzigen Sieg mogelte sich die Squadra Azzurra 1982 in Spanien als Vorbild aller Fußball-Minimalisten durch die Vorrunde und wurde am Ende Weltmeister. Der deutsche Vizemeister müsste in der Königsklasse einen Treffer mehr erzielen, um erstmals das Achtelfinale zu erreichen – als offensivschwächste Mannschaft in der Geschichte der Championsliga.
Dennoch wollte Müller seine Schalker in keiner Weise mit dem Weltmeister Italien von damals vergleichen. Dafür saß die Enttäuschung über eine ganz schwache Leistung trotz des Wunschergebnisses zu tief. „Wir haben in keiner Phase unseren Rhythmus gefunden“, stellte der Manager fest und bemängelte „viele Unkonzentriertheiten, Nervosität und schlampige Abspiele“.
Dennoch erreichten die Königsblauen ihr Wunschergebnis und haben dank der zeitgleichen 0:4-Heimpleite von Rosenborg Trondheim gegen den FC Chelsea am 11. Dezember das erhoffte Endspiel: Mit einem Sieg in der heimischen Arena gegen die Norweger könnten sie im dritten Anlauf erstmals in der Championsliga überwintern.
