Hamburg - Auch im 31. Saisonspiel hat Fußball-Bundesligist Werder Bremen wieder nicht zu Null gespielt. Und noch viel schlimmer: Durch die 1:2-Niederlage beim Hamburger SV droht dem Team von Trainer Viktor Skripnik der erste Abstieg aus dem Oberhaus seit 1980.
„Wir sind in der ersten Halbzeit gar nicht in die Zweikämpfe gekommen. In der Abwehr leisten wir uns einfach zu viele individuelle Fehler, um endlich einmal zu Null zu spielen“, ärgerte sich Werder-Torhüter Felix Wiedwald, der zumindest bei einem der beiden Gegentore unglücklich ausgesehen hatte. „Trotzdem werden wir natürlich nicht aufstecken. In der zweiten Halbzeit hat man ja gesehen, was wir abrufen können.“
Bremens Kapitän Clemens Fritz, für den es im zehnten Jahr bei Werder das letzte Nordderby war (er beendet im Sommer seine Karriere), war mit dem Verlauf der Anfangsphase unzufrieden. „Die erste halbe Stunde haben wir verschlafen. Da waren wir in zwei Situationen nicht konsequent genug und haben den HSV zu Torchancen eingeladen, die er genutzt hat. Leider sind wir erst danach richtig aufgewacht und hatten noch genug Chancen, das Spiel zu drehen.“
Werder-Trainer Viktor Skripnik reagierte nach Spielschluss einsilbig auf Fragen nach dem Grund für das schwache Aufteten zu Spielbeginn. „Das ist Fußball“, sagte der Ukrainer: „In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft dann eine Reaktion gezeigt.“
