Bremen - Möglicherweise geht es nur darum, den Preis in die Höhe zu treiben. Auf jeden Fall hat Fußball-Bundesligist RB Leipzig am Mittwoch erklärt, Stürmer Davie Selke nicht abgeben zu wollen. Der Angreifer hatte sich allerdings am Dienstag mit Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann getroffen.

Selke war 2015 von Bremen nach Leipzig gewechselt. Dort kommt er in dieser Saison aber nicht wie gewollt zum Zug. Baumann wollte beim 22-Jährigen vorfühlen, wie es mit einer möglichen Rückkehr zu Werder aussehen könnte. Und genau das wollen die Leipziger nun offenbar doch verhindern. Beim Tabellenzweiten hat der Angreifer, für die Bremer vor zwei Jahren acht Millionen Euro Ablöse kassiert hatte, noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020.

Bis zum selben Datum gilt auch der Kontrakt von Serge Gnabry bei Werder. Bestätigt der Nationalspieler dauerhaft die in dieser Saison gezeigten Leistungen, ist allerdings fraglich, dass er so lange in Bremen bleibt. Wie das Portal „Transfermarkt.de“ berichtet, sollen Werders finanziell besser aufgestellte Bundesliga-Rivalen Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim Interesse an einer Verpflichtung des 21-Jährigen haben.

Für Claudio Pizarro könnte die Partie gegen Hertha BSC an diesem Samstag (15.30 Uhr, Weserstadion) das vorletzte Heimspiel seiner Karriere bei Werder sein. Ob der 38-Jährige seine Laufbahn fortsetzt, ist wegen seines Alters und seiner zunehmenden Verletzungsanfälligkeit fraglich. Baumann hatte jüngst erklärt, es liege an Pizarro selbst, ob er weitermache oder nicht.

Beim nächsten Gegner fällt indes Linksverteidiger Marvin Plattenhardt für das Spiel in Bremen aus. Der 25-Jährige hatte sich bereits am Dienstag im Training einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen, wie die Berliner am Mittwoch mitteilten. Um den derzeit stark aufspielenden Werder-Stürmer Max Kruse will sich am Samstag Berlins Abwehrtalent Jordan Torunarigha kümmern. „Wenn man der Beste sein will, muss man den Besten schlagen. Ich darf keine Angst vor ihm haben“, sagte der 19-Jährige.