Cloppenburg - Am Ende lagen sich alle Spieler des VfB Oldenburg feiernd in den Armen: Mit 5:2 (4:1) hat der Fußball-Regionalligist den Lokalrivalen BV Cloppenburg am Freitagabend im Derby demontiert. Dabei begeisterte das Team von Trainer Alexander Nouri vor allem mit seiner spielerischen und technischen Leistung. Die Cloppenburger zeigten im Heimspiel vor 1517 Zuschauern im Stadion an der Friesoyther Straße vor allem in der Abwehr erneut eine desolate Leistung.
Bereits in der 5. Minute brachte Leo Baal den VfB mit 1:0 in Führung. Der Ex-Cloppenburger zeigte sich gegen seinen früheren Club überaus engagiert und trieb das Spiel aus der Defensive immer wieder nach vorne an. „Wenn man gegen seinen alten Verein spielt, ist man immer besonders motiviert“, sagte Baal.
Addy-Waku Menga (28./ 40.) und Nils Laabs (36.) erhöhten auf 4:0. Paul Kosenkow traf noch vor dem Pausenpfiff zum 1:4 (44.). Nach dem Seitenwechsel begann Oldenburg erneut schwungvoll, und Laabs sorgte mit seinem zweiten Tor (53.) für die Vorentscheidung. Daran änderte auch ein Sonntagsschuss von Daniel Olthoff (56.) zum 2:5 nichts mehr.
„Wir haben überragend gespielt. Es passte einfach alles zusammen“, freute sich Kai Pröger und hob vor allem den Teamgeist heraus: „Es hat wieder einmal jeder für jeden gespielt.“ Peer Wegener brachte es noch treffender auf den Punkt: „Wir haben Cloppenburg gedemütigt.“
Nach dem Spiel deutete BVC-Trainer Jörg-Uwe Klütz Konsequenzen an: „Ich gebe dem Team nun zwei Tage frei. Über das Wochenende setze ich mich mit meinem Co-Trainer Mario Neumann zusammen und berate, was für die Mannschaft am besten ist.“
Im VfB-Tor vertrat Jannik Zohrabian erneut Mansur Faqiryar und zeichnete sich mit guten Reflexen aus. So wehrte er in der 22. Minute mit einer Glanzparade einen Fernschuss von Nuri Konak ab. Oldenburgs Stammkeeper war erst am Freitagnachmittag von seiner Länderspielreise aus Kathmandu zurückgekehrt, wo er mit der afghanischen Nationalelf den Titel bei der Südasienmeisterschaft gewonnen hatte.
„Ich habe zwei Nächte lang nicht geschlafen, weil wir ständig unterwegs waren“, sagte der 27-Jährige. Faqiryars nächste Aufgabe mit Afghanistan ist nun der AFC-Challenge-Cup 2014 auf den Malediven. Der Sieger dieses Turniers qualifiziert sich für die Asienmeisterschaft 2015.
