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FUßBALL: VfB gelingt Auftakt nach Maß

27.02.2006

OLDENBURG Die Gäste boten über weite Strecken Angsthasenfußball. Der VfB ließ zahlreiche Chancen aus.

Von Henning Busch OLDENBURG - Das erste Saisonspiel nach der Winterpause souverän mit 4:0 (2:0) gegen Germania Leer gewonnen, während die drei Spitzenteams der Niedersachsenliga allesamt strauchelten, und noch dazu den Stadtrivalen VfL endlich wieder in der Tabelle überholt – besser hätte die Rückrunde für die Fußballer des VfB Oldenburg gestern kaum beginnen können.

Dabei war gegen den harmlosen Tabellenvorletzten aus Ostfriesland vor 500 Zuschauern längst nicht alles aus Gold, was nach dem Abpfiff glänzte. „Auf dieser Leistung können wir aber aufbauen, zumal die extrem defensiv eingestellten Gäste äußerst schwer zu spielen waren“, bilanzierte der vorbildlich nach vorne und hinten arbeitende Christian Thölking.

Die erste Chance hatten allerdings die Ostfriesen, die Trainer Ralf Ammermann („Der VfB war uns läuferisch und spieltaktisch klar überlegen“) mit einer 4:5:1-Mauertaktik aufs Feld geschickt hatte. Erst nachdem die einzige Germania-Spitze, Kai Hülsmann, seinen Flugkopfball knapp links neben das VfB-Tor gesetzt hatte (7.), wachten die Blauen auf.

Angekurbelt von Thölking und Neuzugang Patrick Kroll (VfB-Coach Joe Zinnbauer: „Er arbeitet viel und ordnet das Spiel – so einer hat uns gefehlt“) zog der VfB sein Flügelspiel auf. Daraus resultierend verzog Mehmet Koc (15.) zunächst nur knapp, ehe Thölking sich geschickt im Strafraum durchsetzte und das 1:0 (19.) markierte. Das überfällige 2:0 durch Marcel Salomo (39.) hatte der agile David van der Leij (Zinnbauer: „Er war unser Bester“) mit viel Zug zum Tor vorbereitet. Kurz darauf zirkelte Alexander Eckel seinen Freistoß aus 20 Metern auf die Latte.

Nach der Pause setzte der VfB leichtsinniger Weise nur noch auf Konter und wäre für das Auslassen vieler Chancen – u.a. Koc (54.), van der Leij (59.), Salomo (69.), Eckel (70.) – fast bestraft worden. Leers Lübbers rutschte aber aus kurzer Distanz knapp am Lindemann-Schuss vorbei (74.). „Vielleicht war es gar nicht so schlecht, dass wir nicht alles getroffen haben“, zeigte sich Zinnbauer ungewohnt gnädig, nachdem Stefan Frye per Kopf (77.) und der eingewechselte Paolo Rizzo mit einem energischen Solo (90.+1) den 4:0-Endstand hergestellt hatten. „Sonst wäre die Euphorie gleich wieder in den Himmel gewachsen.“ Sprach’s und konnte sich einen Seitenhieb auf den VfL nicht verkneifen: „Deren Niederlage war für die Fans sicher das i-Tüpfelchen, ich aber schaue nur auf Vereine,

die weiter oben stehen.“

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