Oldenburg - Weiß verdrängt Blau und Grün: Die winterlichen Verhältnisse machen den Fußballern und Fans von Regionalligist VfB Oldenburg und Bundesligist Werder Bremen einen dicken Strich durch die Rechnung. Das auf der Anlage des FC Rastede am Köttersweg für Sonntag geplante Testspiel muss verschoben werden.
„Wir haben alles versucht, aber letztlich ist in der Nacht zum Freitag einfach zu viel Schnee gefallen, der zudem so schwer war, dass wir keine Chance haben, den Platz zu räumen“, erklärte VfB-Geschäftsführer Philipp Herrnberger. Die Beschaffenheit des Spielfelds war allerdings nur ein Kriterium. Noch größere Sorgen hat den Verantwortlichen der Zuschauerbereich gemacht. „Die Flächen standen zum Teil unter Wasser. Zudem hat der Wetterbericht noch Frost vorausgesagt, da wäre das Risiko zu groß gewesen“, so Herrnberger.
Das Spiel gegen Werder soll aber in jedem Fall nachgeholt werden. Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. „Wir gehen zurzeit davon aus, dass wir im April spielen“, sagte der Geschäftsführer. Weitere Informationen soll es in der nächsten Woche geben.
„Das ist natürlich ärgerlich“, meinte VfB-Sportdirektor Ralf Voigt. Die Verantwortlichen beider Clubs sind nun darum bemüht, am Sonntag an einem anderen Ort doch noch spielen zu können. „Unser Trainer grübelt noch, ob er trainieren oder testen möchte“, erklärte Werder-Sprecher Norman Ibenthal am Freitag auf Anfrage mit Blick auf Alexander Nouri. Der 37-Jährige stand früher beim VfB an der Seitenlinie und wurde im Herbst 2016 in Bremen vom Trainer des Drittliga-Teams zum Chefcoach befördert.
Während die Oldenburger an diesem Sonnabend laut Voigt eine weitere Übungseinheit absolvieren sollen, treten die Bremer in jedem Fall an diesem Sonnabend (15.30 Uhr, live bei Sky Sport News HD) zu einem Vorbereitungsspiel bei Zweitliga-Primus Eintracht Braunschweig an. „Das Spiel findet statt – dort gibt es eine Rasenheizung“, erklärte Ibenthal.
Profitieren könnten von der Absage des Tests in Rastede die Oldenburger Stadtmeisterschaften im Hallenfußball. Titelverteidiger VfB schickt zwar trotzdem nicht das Regionalliga-Team zur Endrunde des LzO-Cups am Sonntag ab 13.30 Uhr in die kleine EWE-Arena (Vorrunde am Sonnabend ab 11.30 Uhr), sondern baut auf die Bezirksliga-Auswahl. Die 3000 Zuschauer, die in Rastede dabei sein wollten, könnten aber nun in die Halle kommen. Das im Dezember gegebene Versprechen, dass Besucher, die an der Kasse ein Ticket aus Rastede vorzeigen, für 4 statt 6 Euro in die Halle kommen, gilt weiterhin, versicherte Turniervermarkter Ralf Niemeyer.
