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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Viel Luft zwischen einstigen Gipfelrivalen

05.12.2013

Bremen An diesem Sonnabend (15.30 Uhr) steigt im Bremer Weserstadion der 95. Nord-Süd-Gipfel in der Fußball-Bundesliga zwischen Werder Bremen und Bayern München. Wobei man genau genommen nicht mehr von einem Gipfeltreffen sprechen kann. Während die Bayern souverän von der Tabellenspitze grüßen, durchschreiten die Bremer bekanntlich ein Tal. Auch deshalb sind keine Giftpfeile zu erwarten, wie sie in den vergangenen Jahren allzu häufig aus der „Abteilung Attacke“ in Gestalt von Uli Hoeneß abgeschossen wurden. Immerhin eins hat Bestand: Der heutige Bayern-Präsident und der langjährige Werder-Manager Willi Lemke (nunmehr seit Jahren Chef des Aufsichtsrates) werden wohl keine Freunde mehr.

Auch wenn Werder-Stürmer Nils Petersen tapfer behauptet, Werder habe eine Chance, die Serie der Bayern zu durchbrechen (39 Bundesliga-Spiele ohne Niederlage) – selten war die Favoritenrolle so klar verteilt. Ein Rückblick auf frühere Duelle der beiden Teams:

20. September 2008: Bayern München - Werder Bremen 2:5.

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Obwohl ersatzgeschwächt, feiern die Bremer zur Wiesn-Zeit in München Oktoberfest. Werder führt den Rekordmeister im eigenen Stadion vor und liegt nach gut einer Stunde mit 5:0 vorn. Zweimal Markus Rosenberg, Naldo, Mesut Özil und Claudio Pizarro treffen für Werder. Und da Tim Borowski, gerade erst nach München gewechselt, die Bayern-Tore erzielt, konnte man getrost behaupten: Getroffen haben bei der höchsten Heimpleite der Bayern seit Mitte der 1970er Jahre nur Bremer.

8. Mai 2004: Bayern München - Werder Bremen 1:3.

Aus Bremer Sicht ist es das Spiel der Spiele gegen die Bayern. Im Olympiastadion machen die Bremer die Meisterschaft perfekt. Erinnert wird man daran bei jedem Werder-Heimspiel – immer dann, wenn die Vereinshymne „Lebenslang Grün-Weiß“ aus den Lautsprechern scheppert, unterlegt vom Originalton der Reporter Marcel Reif („Es geht ja alles. Und sie lassen ihn ziehen, sie lassen ihn schießen“) und Henry Voigt („Tooooor. Ein Riesenpatzer von Olli Kahn“). Ivan Klasnic schießt das erste Tor, Johan Micoud das zweite und Ailton das dritte, Roy Makaay den Anschlusstreffer. Das Bild vom vor Freude weinenden Ailton, das Bild von Thomas Schaaf, wie er aus dem Cockpit des Fliegers heraus die Fans am Bremer Flughafen filmt – sie werden den Werder-Fans ewig in Erinnerung bleiben.

12. Juni 1999: Bayern München - Werder Bremen 5:6 n.E. (DFB-Pokalfinale).

Der Ex-Bremer Mario Basler hatte in Reihen der Münchner gestichelt, ein zweiter Platz wäre doch auch etwas Schönes für Werder. Der Außenseiter aber wollte mehr. Gerade erst dem Abstieg entronnen unter dem neuen Trainer Thomas Schaaf, rannten Christoph Dabrowski, Andree Wiedener und Co. um ihr Leben und schaffen es bis ins Elfmeterschießen. Da verschießt erst „der Pfau“ Stefan Effenberg (O-Ton Andreas Herzog), dann verwandelt Werder-Torhüter Frank Rost, ehe er den Ball von Lothar Matthäus hält. Werder ist Pokalsieger und Dieter Eilts geht zum Präsidium und droht: „Wenn Schaaf nicht Trainer bleibt, trete ich zurück.“

26. April 1993: Werder Bremen - Bayern München 4:1.

Bereits im Hinspiel hatte Werder die Bayern mit 3:1 entzaubert. Als die Münchner am 28. Spieltag nach Bremen kamen, waren sie Tabellenführer, aber am Ende holten die Bremer die Schale. Auch weil sie den Rekordmeister an jenem Montagabend gleich mit 4:1 nach Hause schickten. Christian Ziege hatte die Führung für die Bayern erzielt. Kurz vor der Halbzeit traf Wynton Rufer mit einem Elfmeter zum Ausgleich. Sieben Minuten nach der Pause traf der „Kiwi“ erneut vom Punkt. Angetrieben vom überragenden Andreas Herzog, der das 3:1 machte, schaffte Bernd Hobsch noch das 4:1.

22. April 1986: Werder Bremen - Bayern München 0:0.

Michael Kutzop nimmt es inzwischen mit Galgenhumor, wenn er vom vielleicht berühmtesten Elfmeter der Bundesligageschichte erzählt. Er sagt dann staubtrocken: „Ich bin ganz frei zum Schuss gekommen.“ Damals, im April 1986, war ihm nur noch zum Heulen zumute. Werder führte vor dem 33. Spieltag mit zwei Punkten Vorsprung vor den Bayern. Mit einem Heimsieg wäre Werder Meister. Beim Stand von 0:0 holt Rudi Völler einen (umstrittenen) Elfmeter heraus. Keine Frage, wer antritt: Kutzop hat noch nie einen Elfer in der Bundesliga verschossen. Es war mucksmäuschenstill im Stadion. Umso lauter war das Klatschen zu hören, als der Ball an den Pfosten fliegt. Kutzop verschießt und weil Werder am letzten Spieltag in Stuttgart verlor, die Bayern aber gewannen, holten die Münchner die Schale. Kutzop musste sich danach sogar eine neue Telefonnummer zulegen – allzu viele Bayern-Fans wollten sich beim Unglücksraben bedanken.

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