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NWZonline.de Sport Fußball

Weiche führt Oldenburg aufs falsche Gleis

20.02.2017

Oldenburg Philipp Herrnberger wirkte ein wenig verdattert, als Ralf Voigt auf NWZ-Nachfrage trotz der 1:2-Heimniederlage des VfB Oldenburg gegen Weiche Flensburg ein Lob für seine Regionalliga-Fußballer über hatte. „Ich kann der Mannschaft heute kaum einen Vorwurf machen“, sagte der Sportdirektor, der das Team zuletzt nach mageren Auftritten im ersten Ligaspiel in 2017 gegen ULM Wolfsburg (3:3) und im Test gegen Oberligist SSV Jeddeloh (1:2) noch scharf kritisiert hatte. „Ich dachte erst, er meint das ironisch“, sagte Geschäftsführer Herrnberger, als Voigt gegangen war, und machte damit deutlich, dass er die Einschätzung nicht ganz teilen konnte.

Auch zahlreiche Zuschauer pfiffen nach nur fünf Punkten aus den vergangenen sieben Spielen (drei Remis, ein Sieg bei Schlusslicht Eichede) und dem Abrutschen auf Rang sieben, doch ganz allein stand der Sportdirektor mit seiner Meinung nicht. „Wir hatten optische Vorteile und viel Ballbesitz“, sagte Stürmer Christopher Kramer: „Aber der letzte Pass hat einfach immer nicht gepasst – Flensburg war cleverer, konzentrierter.“

Vor 1260 Zuschauern hatten die Oldenburger die erste Chance, als Ibrahim Temins Schuss von Weiche-Keeper Florian Kirschke um den Pfosten gelenkt wurde (4. Minute). Es sollte aber die letzte herausgespielte VfB-Möglichkeit in einem zähen Spiel bleiben.

Danach zeigten die defensiv kompakt stehenden Flensburger bei mehreren Nadelstichen ihre Klasse. Zunächst parierte VfB-Torwart Fabian Klinkmann nach einer gelungenen Konter-Kombination einen Schuss von Rene Guder (9. Minute). Wenig später ließ sich Joshua Adomako von Guder nach einem langen Ball abkochen. Der Angreifer legte quer, und Kapitän Fiete Sykora brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten (15.).

In der Folge hatten Sykora (18.) und Guder (21.) weitere Chancen, ehe eine Standardsituation den VfB ins Spiel brachte. Nach einem Foul an Tönnies schlug Franziskus einen Freistoß von der rechten Außenlinie flach vor das Tor, wo Abwehrchef Henri Aalto den Ball am kurzen Pfosten ins Netz spitzelte (34.).

Nach dem Seitenwechsel dauerte es bis zur 56. Minute, ehe Franziskus mit einem 26-Meter-Freistoß erstmals wieder für Gefahr sorgte. Auf der anderen Seite parierte Klinkmann einen Guder-Freistoß im Nachfassen (60.), schaute aber einem weiteren Freistoß nur hinterher. Der Versuch von Jonas Walter von der rechten Seite wurde von keinem Spieler mehr berührt und trudelte neben dem langen Pfosten ins Tor (65.).

Danach versuchten die Oldenburger verzweifelt, dem Spiel eine Wendung zu geben, bissen sich aber an dem clever agierenden Team aus dem hohen Norden die Zähne aus. „Wir wollten kompakt stehen und die Zweikämpfe annehmen – die Mannschaft ist von dieser Linie nicht abgewichen“, war Trainer Daniel Jurgeleit zufrieden, dass sein Team die Gastgeber aufs falsche Gleis geführt hatte.

„Wir hatten Kontrolle und Ballbesitz, aber nur in der eigenen Hälfte“, klagte VfB-Coach Dietmar Hirsch: „Da fehlten Zielstrebigkeit und Überzeugung. Wenn man sich keine Chancen herausspielt, kann man nicht gewinnen.“ Das Fazit sorgte sicher für nicht ganz so viele Fragezeichen auf Herrnbergers Stirn.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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