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NWZonline.de Sport Fußball

Trotz Drohendem Baba-Abgang: Weinzierl hat noch Asse im Ärmel

09.08.2015

Elversberg Nachdem Markus Weinzierl drei Asse aus dem Ärmel gezogen hatte, beantwortete der Trainer des FC Augsburg die Frage nach seinem „goldenen Händchen“ mit einem vielsagenden Lausbuben-Lächeln im Gesicht. Schließlich wusste der Coach des Fußball-Bundesligisten spätestens im Anschluss an das 3:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung beim SV Elversberg, dass er dem bevorstehenden Millionen-Transfer seines bisherigen Trumphs Abdul Rahman Baba entspannt entgegensehen kann.

„Du kannst nur so gut einwechseln, wie es die Spieler auf der Bank hergeben - und wir haben einen guten Kader. Insofern war ich nicht überrascht, dass es so gut geklappt hat“, kommentierte Weinzierl mit einem schelmischen Grinsen seine äußerst erfolgreichen personellen Eingriffe in das Erstrundenspiel im DFB-Pokal beim saarländischen Viertligisten.

Nachdem der Europa-League-Starter lange keinen europäischen Glanz in der Provinz hatte verbreiten können und kurz vor einer erneuten Blamage stand, stachen Weinzierls Joker. Die eingewechselten Raul Bobadilla (83.), Sascha Mölders (101.) und Tobias Werner (109.) drehten das Spiel zugunsten des FCA, für den im vergangenen Jahr nach einem peinlichen Auftritt beim damaligen Viertligisten 1. FC Magdeburg (0:1) in der ersten Runde Endstation war.

Zuvor hatte der Elversberger Abwehrchef Kevin Maek (52.) vor 5434 Zuschauern im Stadion an der Kaiserlinde die umjubelte Führung für die Gastgeber erzielt. Doch spätesten die Gelb-Rot Karte gegen Markus Obernosterer zum Schluss der regulären Spielzeit (90.+3) wegen wiederholten Foulspiels besiegelte das Schicksal der Saarländer, die vor fünf Jahren Hannover 96 im Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb geworfen hatten.

„Nach dem 0:1 habe ich zwischenzeitlich an das Pokal-Aus in Magdeburg im Vorjahr gedacht, doch diesmal konnten wir zum Schluss noch nachlegen“, sagte Torschütze Werner nach dem Abpfiff. Spielmacher Daniel Baier, der den Gegentreffer verschuldet hatte („Da war ich zu lässig“), zeigte sich nach den 120 Minuten selbstkritisch: „Wenn man gegen einen Viertligisten in die Verlängerung muss, dann ist klar, dass man sich schwer getan hat.“

Richtig schwer tat sich auch Baba, der wahrscheinlich seine Abschiedsvorstellung im FCA-Trikot gegeben hat. Der 21 Jahre alte Nationalspieler Ghanas, für den der englische Meister FC Chelsea angeblich 25 Millionen Euro an die bayrischen Schwaben überweisen will, schien mit seinen Gedanken schon in London zu sein. Der Linksverteidiger wirkte unkonzentriert, seine Flanken landeten zumeist im Niemandsland.

Nach dieser Vorstellung Babas, für den die Augsburger bereits Philipp Max für knapp vier Millionen Euro vom Zweitligisten Karlsruher SC als Ersatz verpflichtet haben, dürfte Weinzierl der Abschied von seinem bisherigen Ass noch leichter fallen.

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