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NWZonline.de Sport Fußball

Weniger Ballbesitz lässt Chancen auf Tore steigen

20.05.2015
Frage: Herr Memmert, Bayern München hat mit Jupp Heynckes, den die Spieler verehrt haben, 2013 das Triple gewonnen. Mit dem Trainer-Fuchs Pep Guardiola gelang es nicht. Kommt es nicht nur auf die bessere Taktik an?
Daniel Memmert: Der Fußball ist komplex, und beim Triple muss alles passen: Die Spieler müssen am Zenit ihrer Leistung stehen. Es darf keine Verletzungen von Schlüsselspielern geben, die Gegner müssen Schwächen zeigen, und Glück gehört auch dazu. Da viele Spieler technisch und athletisch sehr gut ausgebildet sind, sehe ich in der Taktik weiterhin den zentralen Faktor, der durch Training am stärksten beeinflussbar ist.
Frage: Was hat sich in der Saison 2014/15 Neues in Sachen Taktik, Spielsysteme und -auffassung getan?
Memmert: Den ersten Paukenschlag gab es beim Spiel Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen. In der Partie konnte der neue Bayer-Trainer Roger Schmidt mit seinem Konzept zeigen, dass es auch in der Bundesliga funktionieren kann. Nämlich das aggressive Pressing und Gegenpressing, bei dem er das ganze Team hoch gegen den Ball arbeiten lässt.

Professor an der Sporthochschule

Prof. Daniel Memmert ist Leiter des Instituts für Kognitions- und Sportspielforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln. Er habilitierte 2008 mit dem Thema „Kreativität im Sportspiel“. BILD: dpa

Frage: Ist ein Schlüssel zum Erfolg immer noch, so viel Ballbesitz wie möglich zu haben – wie einst zu Zeiten des Tiki-Taka des FC Barcelona mit Pep Guardiola?
Memmert: Seit fünf Jahren haben wir verlässliche Daten, die zeigen: Die Wahrscheinlichkeit, Tore zu schießen, ist größer, wenn man den Ball nicht hat, als wenn man ihn hat. Das heißt: Wenn man den Ball nicht hat und ihn hoch in der gegnerischen Hälfte wieder durch Jagen bekommt, ist der Weg zum Tor kurz, die Gegenspieler sind unsortiert und die Räume groß.
Frage: Viel Ballbesitz garantiert also keinen Erfolg?
Memmert: Der Ballbesitz hat keinen Einfluss auf die Anzahl der Tore, die man schießt, und keine Bedeutung für Sieg und Niederlage. Aber viel Ballbesitz hat etwas Demütigendes – und man kann regenerieren. Kraft wird bei der Balleroberung verschwendet.
Frage: Worauf wird es in Zukunft in der Liga ankommen?
Memmert: Darauf, nicht berechenbar zu sein und den Gegnern Aufgaben zu stellen, bei denen sie nicht so schnell Lösungen finden. Zum Beispiel, dass ein offensiver Außenbahnspieler plötzlich mal auf die andere Seite läuft und dort vier, fünf Minuten spielt: Was macht der Gegner dann mit einem Mann mehr in diesem Raum?
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