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NWZonline.de Sport Fußball

Werder dankt Töpperwien zum Abschied

27.09.2010

BREMEN Zum letzten Mal dröhnte sein Bass durchs Weserstadion, füllte er mit seiner Präsenz den kleinen Presseraum. Auch an seinem letzten Arbeitstag blieb Rolf Töpperwien ganz er selbst, lieferte beim Bundesliga-Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV (3:2) seinen letzten Spielbericht für das ZDF ab und verabschiedete sich vom TV-Publikum: „Der Letzte macht das Licht aus.“

Doch vorher wurde der Abschied des Reporters von der großen Fußballbühne gebührend gewürdigt. Mehr als ein halbes Dutzend Interviews, unzählige Fotos und eine innige Umarmung mit Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs – „Töppi“ ging mit Nestwärme und zwei Fußball-Trikots nach Hause nach Wiesbaden: Eines von seinem offiziellen Lieblingsclub Eintracht Braunschweig, eines von seiner (un)heimlichen Liebe Werder Bremen.

„Jetzt betritt Otto Rehhagel deutschen Boden!“ Töpperwien hyperventilierte seinerzeit am Bremer Flughafen. Die Ankunft des Europapokalsiegers Werder 1992 an der Weser, live im ZDF. Das war einer der größten „Töppi“-Momente in 36 Jahren.

„Einen Traumjob“ habe er gehabt, erzählt Töpperwien, „es war wunderbar.“ Am Sonntag wurde er 60 Jahre alt. Deshalb jetzt der Abschied. Seine bedingungslose Liebe zum Fußball sei durch die zur Familie ersetzt worden, damit begründet er den Schritt in den Ruhestand. „Wer das Glück hat, einen Sohn zu bekommen, kommt auf Gedanken abseits von Fußball.“

Louis also, viereinhalb Jahre alt, ist die erste Bezugsperson von Rolf Töpperwien. Endgültig abgelöst sind Otto und Ottmar, Berti und Uli. Er sucht jetzt die Nähe zu seinem Sohn und nicht mehr zu den Profis. „Die meisten Leute arbeiten ja, weil sie Geld brauchen“, sagt Töpperwien, „ich brauche kein Geld.“ Er hat genug für die Zukunft.

1444 Spiele kommentierte er seit 1974, das sind 40 Spiele pro Jahr. So ist es kein Wunder, dass er sich über die Jahre einen legendären Ruf aufgebaut hatte. Und unvergessen auch seine vor der Kamera ausgelebte Freundschaft mit Otto Rehhagel.

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