Sinsheim/Bremen/Oldenburg - Den Namen 1899 Hoffenheim verbinden Fans des Bundesligisten Werder Bremen seit einigen Jahren mit einem denkwürdigen Torfestival. Am 27. September 2008 besiegten die Bremer den damaligen Aufsteiger vor 40 000 Zuschauern im Weserstadion mit 5:4. Fußball-Deutschland war beeindruckt von der Offensivstärke der beiden Mannschaften, die damals mit höchst attraktivem Spiel um Plätze im Europapokal rangen.
Das taten an jenem Tag rund 200 Kilometer südwestlich von Bremen auch Eljero Elia und Marko Arnautovic – wenn auch auf etwas kleinerer Bühne. Sie gewannen mit ihrem damaligen Club Twente Enschede in der niederländischen Ehrendivision mit 3:0 gegen De Graafschap und rückten so auf Platz vier vor. Arnautovic kam in der Partie im Gegensatz zu Elia allerdings nicht zum Einsatz.
Gut vier Jahre später sind Arnautovic (inzwischen 23) und Elia (25) die Hoffnungsträger der Bremer, wenn diese an diesem Sonntag (15.30 Uhr) bei den Hoffenheimern antreten. Um Plätze im internationalen Geschäft geht es dabei allerdings nicht mehr. So will die eine Mannschaft (Hoffenheim) ihrem Trainer Markus Babbel den Job retten und Abstand zu den höchst gefährlichen Tabellenplätzen gewinnen, während die andere (Bremen) die nicht mehr allzu große Distanz zumindest wahren will.
Der Österreicher Arnautovic ist nach dem Auskurieren seiner Grippe wieder fit und nahm am Freitag am Mannschaftstraining teil. Er könnte zur Offensivformation der Bremer gehören, zu der seit dieser Saison auch Elia zählt. Im Gegensatz zu Arnautovic (2 Saisontore) ist der Niederländer in der aktuellen Spielzeit allerdings noch ohne Treffer. Auch sonst hat der 28-fache Nationalspieler, der im Sommer für rund sechs Millionen Euro Ablöse von Juventus Turin gekommen war, den ganz großen Durchbruch bei Werder noch nicht geschafft.
Werder-Trainer Thomas Schaaf hat indessen erklärt, dass eine vorzeitige Vertragsverlängerung für ihn derzeit kein Thema ist. „Ich habe gerade erst für zwei Jahre verlängert. Dabei bleibt es“, sagte der 51-Jährige: „Warum sollte ich darüber hinaus jetzt verlängern?“
Unter der Woche hatte Werders Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke erklärt, dass der Verein gern über 2014 hinaus mit Schaaf arbeiten wolle. Hintergrund sei Schaafs bedeutende Rolle in Bremen, wo nach dem Weggang von Geschäftsführer Klaus Allofs zum VfL Wolfsburg nun Ruhe und Kontinuität gefragt seien.
