Bremen - Die Nervosität steigt. Hatten sich Manager, Trainer und Spieler von Werder Bremen bisher nur mit der Leistung der eigenen Mannschaft auseinandergesetzt, so geht der Blick in der Fußball-Bundesliga angesichts von inzwischen sieben sieglosen Spielen in Serie inzwischen immer mehr auch in Richtung der anderen Vereine.

Verteidiger Sebastian Prödl gab nach dem 0:2 gegen Schalke 04 unumwunden zu, dass er sofort auf das Ergebnis des FC Augsburg geschaut hat und Manager Thomas Eichin sagte: „Wir dürfen die Augen nicht verschließen. Wir stehen sieben Punkte vor dem Relegationsplatz und jeder weiß, wie schnell dieser Vorsprung weg sein kann. Es gilt, sich mit der Situation zu beschäftigen und zu punkten.“

Am besten an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf. Denn zum einen sind es nicht nur sieben Punkte auf den Relegationsplatz, sondern auch lediglich acht Zähler auf einen direkten Abstiegsrang. Mit dem ersten Sieg seit über zwei Monaten (4:1 am 2. März beim VfB Stuttgart) könnten die Bremer in Düsseldorf das Zweitliga-Gespenst zumindest vorrübergehend verscheuchen.

„Das wird ein ganz schwieriges Spiel. Aufgrund der Situation ist die Partie ein absoluter Höhepunkt für uns, aber eben auch für den Gegner. Wir müssen in Düsseldorf nun endlich einmal zeigen, dass jeder von uns über 90 Minuten konzentriert sein kann“, forderte Kapitän Aaron Hunt.

Manager Eichin schlug in die selbe Kerbe, versuchte dem Team aber sogleich auch Zuversicht mit auf den Weg zu geben: „Die Mannschaft muss nun gemeinschaftlich ihren Hintern vom Glatteis holen. Dabei hilft es vielleicht, dass wir auswärts spielen, denn dort agieren wir zumeist etwas sicherer. Vielleicht ist der Druck in fremden Stadien nicht so groß wie vor den eigenen Fans. Wir müssen Fehler vermeiden, dann bin ich überzeugt, dass wir bei Fortuna punkten werden.“

Ein fehlerfreies Spiel – das ist vor allem der Wunsch von Innenverteidiger Assani Lukimya, der trotz Patzer und mangels Alternativen wohl auch an seiner alten Wirkungsstätte von Beginn an auflaufen wird.

„Wir sind alle gefordert, ihn aufzurichten. Er muss schnell wieder zu seiner Sicherheit finden“, sagte Trainer Thomas Schaaf. Ansonsten wird die Nervosität im Saison-Endspurt bei allen Beteiligten weiter ansteigen.