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NWZonline.de Sport Fußball

Werder nun mit Hühner-Brust

11.08.2012

Donaueschingen Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat sich über alle Bedenken hinweggesetzt und am Freitagmittag verkündet, dass die Firma Wiesenhof neuer Trikotsponsor wird.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Wiesenhof erstmals nach langer Zeit wieder einen Hauptsponsor aus dem Werder-Land gewinnen konnten“, sagte Marketing-Geschäftsführer Klaus Filbry. Der Vertrag mit dem in Rechterfeld bei Visbek (Kreis Vechta) ansässigen Geflügelzüchter und -verarbeiter läuft zunächst über zwei Jahre.

Über finanzielle Details machten beide Partner keine Angaben, der Vertrag dürfte Werder aber rund 14 Millionen Euro in die Kasse spülen. Weitere Details sollen am kommenden Montag verkündet werden.

Auf der Pressekonferenz könnten allerdings auch unangenehme Fragen gestellt werden. Nach Bekanntwerden einer möglichen Zusammenarbeit zwischen Werder und dem unter dem Verdacht der Tierquälerei stehenden Geflügelfleischproduzenten gingen zahlreiche Fans auf die Barrikaden, meldeten sich Bürgerinitiativen sowie Politiker zu Wort und begehrte auch die Tierrechtsorganisation Peta auf.

„Die Entscheidung für Wiesenhof fiel nach intensiven Gesprächen mit den Verantwortlichen des Unternehmens. Mit diesen werden wir von nun an in ständigem Kontakt bleiben und uns zudem vor Ort über die Produktionsstätten informieren“, ließ die Geschäftsführung um Präsident Klaus-Dieter Fischer, Klaus Filbry und dem sportlichen Leiter Klaus Allofs in einer Verlautbarung erklären.

Aussagen, ob mit Protestaktionen gegen diese Kooperation gerechnet wird, wie diesen begegnet werden würde und ob Werder einen Imageverlust befürchten muss, fanden sich in der Erklärung nicht. Dort hieß es lediglich: „Die Diskussionen werden hoch emotional geführt. Wir würden uns in dieser Debatte mehr Sachlichkeit wünschen.“ Von Wiesenhof war trotz zweimaliger Kontaktaufnahme seitens dieser Zeitung keine Stellungnahme zu erhalten. Stattdessen sagte Marketing-Geschäftsführer Dr. Ingo Stryck in einer Pressemitteilung nur: „Wir freuen uns, dass wir von nun an ein Teil der Erfolgsgeschichte von Werder sein werden.“

Werders Vermarkter Infront hatte den Vertrag mit Wiesenhof eingefädelt. Bei einer Ablehnung der Firma, die ihren Namen ab September in „Oldenburger Geflügelspezialitäten“ ändern will, hätte Werder nicht nur auf das Geld des Konzerns verzichten müssen, sondern in Folge dessen auch die garantierte Ausfallsumme von Infront nicht erhalten.


     www.nwzonline.de/werder 

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