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NWZonline.de Sport Fußball

Werder öffnet wieder seine Schießbude

31.10.2016

Bremen Kapitale individuelle Fehler, nur wenig Ideen in der Offensive und schon wieder drei Gegentore: Es war ein schlimmer Rückfall in alte Zeiten, den Fußball-Bundesligist Werder Bremen da am Samstagnachmittag erlebte – und der allen Beteiligten die Feierlaune kräftig verdarb. Am letzen Freimarkt-Wochenende dieses Jahres wollten die Bremer Kicker ihren Fans eigentlich drei Punkte schenken. Stattdessen saß der Frust nach dem enttäuschenden 1:3 (0:2) gegen den SC Freiburg tief.

„Das war heute nicht nur ein Schritt zu wenig, das waren einige Schritte zu wenig. Wir sind die ganze Zeit im Abstiegskampf und waren noch nie weg“, sagte Clemens Fritz. Freiburg, das als Team vier Kilometer mehr lief als die Bremer, habe sich „den Hintern aufgerissen“. Sein Team dagegen sei zu behäbig gewesen und habe zu wenig Gegenwehr geleistet, fand der Kapitän deutliche Worte: „Das war katastrophal.“

Der erste Aufschwung, den es unter Trainer Alexander Nouri gab, ist jäh gestoppt. Nach dem 1:3 in Leipzig setzte es binnen sechs Tagen die zweite Bremer Niederlage gegen einen Aufsteiger. Mit nur sieben Punkten nach neun Spieltagen steckt Werder tief im unteren Tabellendrittel. Und die Abwehr, mit 24 Gegentoren mal wieder die schlechteste der Liga, machte einen derart wackligen Eindruck, dass die Sorgen wachsen, erneut bis zum Saisonende um den Klassenverbleib zittern zu müssen.

„Wir haben einige Grundtugenden vermissen lassen, waren passiv, gedanklich langsamer als die Freiburger“, sagte Sportchef Frank Baumann. Auch Zlatko Junuzovic übte Selbstkritik: „Wir waren zu wenig aggressiv. Das muss ein Warnschuss sein, jeder Einzelne muss sich hinterfragen und wieder giftig sein.“

Der dürftige Auftritt mit vielen Fehlpässen und schlimmen Abwehrfehlern weckte Erinnerungen an die Leistungen unter Alex-ander Nouris Vorgänger Viktor Skripnik zu Beginn der Saison. Die großen Lücken in der Defensive sind schon seit Jahren ein Hauptproblem. Beim 0:1 von Maximilian Philipp (29. Minute) stand die gesamte Hintermannschaft nur Spalier. Vor dem 0:2 durch Vincenzo Grifo (39./Foulelfmeter) leistete sich Stürmer Ousman Manneh ein vollkommen überflüssiges Foul im Strafraum. Und beim 1:3 durch Amir Abrashi (75.) köpfte Innenverteidiger Niklas Moisander den Ball ins Zentrum statt ihn nach außen zu klären. Das 1:2 durch Santiago Garcia (67.) war zu wenig.

„Zweimal drei Gegentore, das darf nicht passieren. Wenn wir unseren Laden hinten nicht dicht bekommen, machen wir vorn auch keine Tore“, sagte Felix Wiedwald, der wegen der Handverletzung von Jaroslav Drobny weiter im Tor steht.

„In dieser Lage musst du an die Grenzen gehen. Wir hatten eine Basis gelegt, die hat nun einen Kratzer abbekommen. Zerstört ist sie nicht“, betonte derweil Nouri. Seine Spieler müssten besser und aggressiver verteidigen. „Insbesondere in der Defensive müssen wir in den entscheidenden Situationen noch konsequenter werden“, sagte Nouri. Er werde in den nächsten Tagen klare Worte wählen, „aber ich muss nicht herumpoltern“, versicherte der 37-Jährige.

Am kommenden Sonntag bei Schalke 04 (17.30 Uhr) muss der Trainer zudem wahrscheinlich auf Lamine Sané verzichten, der mit einer Knieverletzung ausgewechselt wurde (42.). Am Sonntag gab es zumindest leichte Entwarnung, der 29-Jährige erlitt lediglich kleinere Einrisse am Außenband im rechten Knie. „Wir müssen jetzt von Tag zu Tag schauen, wie das Knie auf die Behandlungen reagiert“, sagte Nouri.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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