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NWZonline.de Sport Fußball

Werders Angst vor Machtvakuum

24.04.2013

Bremen /Oldenburg Seit knapp 14 Jahren ist Thomas Schaaf Cheftrainer von Werder Bremen. Da der Fußball-Bundesligist als Tabellen-14. im Abstiegskampf steckt und – den Klassenerhalt vorausgesetzt – in absehbarer Zukunft kaum zu alter Stärke zurückfinden dürfte, ist ein Ende der Ära Schaaf absehbar.

Mit welchen Problemen ein solcher Übergang verbunden ist, zeigt ein Blick in die 1990er-Jahre. Denn als Otto Rehhagel Werder im Sommer 1995 nach mehr als 14 Jahren in Richtung Bayern München verließ, benötigte der Club mehrere Jahre (und Trainer), um wieder zur Ruhe zu kommen.

Otto Rehhagel: Am 13. Februar 1995 gab der omnipotente Meistertrainer von 1988 und 1993 bekannt, dass er die Bremer zum Saisonende verlassen werde. Rehhagel spielte mit den Bremern bis zum Schluss um die Meisterschaft mit, durch ein 1:3 bei Rehhagels künftigem Club Bayern München am letzten Spieltag und das gleichzeitige 2:0 von Borussia Dortmund über den Hamburger SV holte aber der BVB den Titel.

Aad de Mos: Der Niederländer trat am 1. Juli 1995 die Nachfolge von Rehhagel an, der ein riesiges Machtvakuum hinterlassen hatte. Nach passablem Start rutschte Werder zum Ende der Hinrunde ab. In der Winterpause folgte am 9. Januar 1996 die Trennung von de Mos. Zuvor waren angebliche Aussagen des Trainers publik geworden, in denen er sich abfällig über den Verein geäußert haben sollte. Werder lag daher mit de Mos noch lange Zeit im Rechtsstreit.

Hans-Jürgen Dörner: Der ehemalige DDR-Nationalspieler trat das Amt bei Werder am 14. Januar 1996 an, als die Bremer auf Platz 15 standen. Dörner führte das Team zum Saisonende auf Rang neun. Die Saison 1996/97 schloss Werder noch einen Rang besser als Achter ab, verpasste aber die Teilnahme am Europapokal. Nach drei Spielen der Saison 1997/98 musste Dörner am 20. August 1997 gehen.

Wolfgang Sidka: Am 21. August 1997 übernahm der ehemalige Werder-Profi, der auch als Spieler und Trainer beim VfB Oldenburg unter Vertrag gestanden hatte, in Bremen das Ruder. Am Saisonende wurden die Bremer Siebter und kamen über den UI-Cup in den Uefa-Pokal. Die Bundesliga-Spielzeit 1998/99 begann dann desaströs: Werder rutschte auf den letzten Platz, am 21. Oktober 1998 musste Sidka gehen.

Felix Magath: Nach Dienstantritt am 22. Oktober 1998 setzte ein leichter Aufschwung ein, der allerdings schnell verpuffte. Am 9. Mai 1999 trat Magath zurück, zwei Tage zuvor war das Team durch ein 1:2 gegen Eintracht Frankfurt auf Rang 15 zurückgefallen. Magath hatte im Frühjahr 1999 mit Vereinsführung und Fans in mehreren Punkten Streit gehabt. Unter anderem bemängelten viele, dass der Trainer den teuren brasilianischen Einkauf Ailton kaum einsetzte.

Thomas Schaaf: Am 10. Mai 1999 rückte der bisherige Amateurtrainer zu den Profis auf. Die Saison beendete Werder auf Rang 13. Über den DFB-Pokal, den Werder am 12. Juni 1999 gegen den FC Bayern gewann, nahm das Team in der neuen Saison am Europapokal teil. In der Liga belegten die Bremer 1999/2000 dagegen nur den neunten Platz. Schaaf durfte dennoch weitermachen.


     www.nwzonline.de/werder 
Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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