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Fußball: Werders junge Wilde spielen groß auf

30.06.2014

Oldenburg Am Anfang zu behäbig, ab und zu souverän, letztlich standesgemäß: Die Bundesliga-Fußballer von Werder Bremen haben ihr Testspiel beim VfL Oldenburg mit 11:1 gewonnen und verbuchten somit nach dem 6:1 bei Schwalbe Tündern den zweiten Sieg im zweiten Freundschaftsspiel.

Stimmen zum Spiel

Ulf Kliche (VfL-Trainer): Die erste halbe Stunde war aus meiner Sicht absolut in Ordnung. Es ist auch keine Schande, gegen Werder elf Treffer zu bekommen, nur die Art und Weise der Gegentore ärgert mich. Heute stand aber auch nicht der sportliche Vergleich im Vordergrund, sondern der Spaß für unsere Spieler.

Davie Selke (Werder-Spieler): Am Anfang hatten wir schwere Beine, da haben wir uns schwer getan. Ich denke aber, dass wir auf einem guten Weg sind.

Rainer Bartels (VfL-Fußballausschuss): Eine sehr gelungene Veranstaltung. Auch für die Kinder eine gute Gelegenheit, die Werder-Spieler live zu erleben. Unnötig war nur, dass wir zweistellig verloren haben.

Das deutliche Ergebnis täuscht aber darüber hinweg, dass die Anfangsphase der Partie den Oberliga-Kickern des VfL gehörte. Bremen agierte pomadig, kam zu selten in die Zweikämpfe und biss sich am dichten Abwehrblock der Oldenburger die Zähne aus. Ganz anders der VfL: Mit einfachem, aber effektivem Konterfußball ging es nach vorne, ganz wie es VfL-Trainer Ulf Kliche gefordert hatte.

Stimmen zum Spiel

Ulf Kliche (VfL-Trainer): Die erste halbe Stunde war aus meiner Sicht absolut in Ordnung. Es ist auch keine Schande, gegen Werder elf Treffer zu bekommen, nur die Art und Weise der Gegentore ärgert mich. Heute stand aber auch nicht der sportliche Vergleich im Vordergrund, sondern der Spaß für unsere Spieler.

Davie Selke (Werder-Spieler): Am Anfang hatten wir schwere Beine, da haben wir uns schwer getan. Ich denke aber, dass wir auf einem guten Weg sind.

Rainer Bartels (VfL-Fußballausschuss): Eine sehr gelungene Veranstaltung. Auch für die Kinder eine gute Gelegenheit, die Werder-Spieler live zu erleben. Unnötig war nur, dass wir zweistellig verloren haben.

Die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer schönen Kombination stand plötzlich Kai Schröder alleine vor Werder-Keeper Richard Strebinger und schob den Ball überlegt ins Tor: 1:0 für den Außenseiter, und im Stadion begannen sich die Sympathien ein wenig zu verschieben. Auf einmal sorgte nicht der Bundesligist, sondern die selbstbewusste Heimmannschaft für Raunen auf den Rängen. Vereinzelte Sprechchöre, die nach dem zum VfL Wolfsburg gewechselten Aaron Hunt verlangten, sprachen Bände über die Unzufriedenheit des Werder-Anhanges. „Die Oldenburger haben von Beginn an Gas gegeben“, zollte Werder-Stürmer Nils Petersen dem Kontrahenten dann auch Respekt. „Die zwei Tore vor der Halbzeit haben dann aber den Ausschlag gegeben“, analysierte er.

Erst nach rund 20 Minuten hatten die Bremer besser ins Spiel gefunden und kamen durch je zweimal Petersen und Franco di Santo zu einer beruhigenden 4:1-Pausenführung. Der Werder-Anhang war wieder da, und im zweiten Durchgang ließen die Bremer dann gegen das komplett durchgewechselte VfL-Team Ball und Gegner laufen. Nun gelangen auch die finalen Pässe. „Da haben wir uns manchmal einfach zu leicht ausspielen lassen“, erklärte VfL-Kapitän Nils Frenzel.

Den Großteil der 2878 Zuschauer jedoch freute es. Sie bekamen zu sehen, wofür sie ins Stadion gekommen waren: Tore. Und dafür sorgten im zweiten Durchgang insbesondere die jungen Wilden: Levent Aycicek (2), Davie Selke und Martin Kobylanski trafen und zeigten, dass an der Weser kein Talentemangel herrscht.

Viele junge Fans hatten für die teilweise schön herausgespielten Tore aber längst kein Auge mehr. In Trauben belagerten sie die Werder-Spieler, die unermüdlich Autogramm um Autogramm für den Nachwuchs schrieben.

An diesem Montag starten die Werder-Profis dann zu einer achttägigen Testspielreise nach China.


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