Bremen/Oldenburg - Werder Bremens scheidender Präsident und Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer (73) erwartet in den kommenden zehn Jahren einschneidende Veränderungen bei dem Fußball-Bundesligisten, um von der Konkurrenz nicht finanziell und sportlich abgehängt zu werden.

„Wir können uns Stars nicht kaufen, wir müssen sie entwickeln. Wir müssen als kleiner Verein in einem schwierigen ökonomischen Umfeld mit unseren Ideen vorne sein“, sagte Fischer, der zuletzt aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt hatte, dem „Weser-Kurier“: „Angefangen vom Stadionnamen über die Möglichkeiten, Investoren zu gewinnen, die Gesellschaftsanteile kaufen. Darüber wird man nachdenken, und zum Teil sind diese Überlegungen bei der jetzigen Geschäftsführung auch schon da.“

Besonders über die Vermarktung des Stadionnamens könnten die finanziell angeschlagenen Hanseaten weitere Einnahmen generieren. „Es gibt inzwischen viele Leute, auch Fans, die sagen: Sind die denn verrückt bei Werder, dass die auf Millionen verzichten und am Namen Weserstadion festhalten?“, sagte Fischer und forderte von der Mannschaft nach dem 2:1 in Hannover weitere Erfolge im Kampf gegen den Abstieg: „Wir wollen eine gute Platzierung in der Abschlusstabelle. Das ist wichtig bei der Verteilung der Fernsehgelder.“

Ob die Bremer Profis Fischers Forderung nach Siegen bereits an diesem Sonnabend nachkommen können, bleibt abzuwarten. Schließlich erwartet Werder ab 15.30 Uhr den Tabellendritten Schalke 04. Die Königsblauen sind gut drauf, von den vergangenen 13 Liga-Spielen haben sie nur eines verloren.