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NWZonline.de Sport Fußball

Wettanbieter machen großes Geschäft

14.07.2014

Stuttgart Beißender Zigarettenrauch liegt in der Luft. An den Tischen des Wettbüros im Stuttgarter Westen sitzen ein paar Männer und starren auf die Bildschirme an der Wand. Für unzählige Fußballspiele, die gerade irgendwo auf der Welt stattfinden, flimmern die Quoten über die Mattscheiben. Ab und zu schiebt einer der Männer einen 20-Euro-Schein über die Theke, um darauf zu wetten, welche Mannschaft das nächste Tor schießt.

Die Fußball-Weltmeisterschaft lockte viele zu Online-Wettanbietern oder ins Wettbüro, die sonst wenig mit Sportwetten am Hut haben. „Die WM in Brasilien ist für unseren Umsatz wie ein 13. Monat zu betrachten“, berichtet Christian Gruber, Geschäftsführer von Tipico-Sportwetten Deutschland: „Zudem verzeichnen wir zahlreiche Neuanmeldungen, die vor allem geringe Beträge auf vermeintliche Favoriten setzen.“ Ob die WM auch dauerhaft neue Kunden verschaffe, könne im Moment aber noch niemand absehen. Auch beim Verband Europäischer Wettunternehmer heißt es: „Die WM ist auf jeden Fall ein umsatzstarkes Ereignis.“

Nach einer Studie des Beratungsunternehmens Goldmedia betrug der Umsatz auf dem deutschen Sportwettenmarkt 2012 rund 6,8 Milliarden Euro. Neuere Zahlen liegen nicht vor. Dominiert wird der Markt von privaten Anbietern mit Sitz im Ausland. Das staatliche Oddset-Angebot von Lotto macht weniger als fünf Prozent aus.

Am bescheidenen Marktanteil der staatlichen Lotterie hat auch die rechtliche Situation ihren Anteil. „Wir haben im Gegensatz zu den privaten Anbietern keinen Zugang zum Internet“, erklärt Marion Cas­pers-Merk, Geschäftsführerin von Lotto Baden-Württemberg. Hintergrund: Die mit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags vor zwei Jahren angekündigten Lizenzen sind noch nicht vergeben.

„Das Vergabeverfahren stockt und hakt, wo es nur geht“, sagt Marcus Röll, Rechtsanwalt für Glücksspielrecht bei der Kanzlei Morawe Benesch Winkler in Heidelberg. Röll spricht deshalb von einer rechtlichen Grauzone, in der sich die privaten Anbieter derzeit bewegten. Zuständig ist das hessische Innenministerium, das die Lizenzvergabe bis Oktober angekündigt hat.

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