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NWZonline.de Sport Fußball

Wicky schwärmt von Bremer Atmosphäre

15.12.2009

BREMEN Er ist viel herumgekommen in der Fußballwelt. 92 Bundesligaspiele für Werder, 126 für den Hamburger SV, auch Atletico Madrid gehörte für ein Jahr zu seinen Arbeitgebern. Und ehe er vor einem dreiviertel Jahr, kurz vor seinem 32. Geburtstag, die Fußballschuhe endgültig auszog, weil die Verletzungsprobleme nicht aufhören wollten, hat der Schweizer Raphael Wicky (Stammverein FC Sion) noch fünf Spiele für Los Angeles Chivas bestritten.

Da liegt die Frage nach der schönsten Station seiner Karriere nahe, und „Raffa“ braucht nicht lange zu überlegen: „Solch ein Klima wie bei Werder, solche Herzlichkeit und gleichzeitige Professionalität, das habe ich nirgendwo anders gefunden.“

Er kam nicht gerade in einer Glanzzeit Werders. „Dixie“ Dörner holte „das größte Abwehrtalent der Schweiz“, so Wickys Ruf damals, 1997 an die Weser. Und es dauerte noch zwei weitere Trainer (Wolfgang Sidka, Felix Magath), ehe es unter Thomas Schaaf endlich wieder aufwärts ging.

Auszeit nach Karriereende

„Das 1:0 gegen Schalke, die Rettung gegen den Abstieg, und einige Wochen in Berlin später der Pokalgewinn gegen Bayern München – das waren Erlebnisse, die ich nie vergessen werde“, sagt Wicky. Er sagt es an einem traumhaft schönen Spätherbsttag am Thuner See, wo er mit einem anderen Schweizer Nationalspieler einige Urlaubstage verbringt.

„Seit Amerika habe ich mir erst einmal eine Auszeit genommen. Aber länger auf der faulen Haut liegen, das ist nichts für mich“, erzählt Wicky. Erster Job nach dem Fußballerberuf ist der des Experten beim Schweizer Fernsehen. Dort verkündet er locker vor und nach dem Spiel seine fachliche Meinung. Denn Raphael Wicky ist in seiner Heimat ein bekannter Mann, 75 A-Länderspiele haben dafür gesorgt.

Trainerschein geplant

Im nächsten Jahr will er den Trainerschein machen („das dauert bei uns länger als in Deutschland“). Doch erst einmal freut er sich auf den Winter, was bei einem exzellenten Skiläufer wie ihm mit ersten Wohnsitz Zermatt kein Wunder ist.

„Aber vielleicht fliege ich mit meiner Freundin auch für einige Wochen nach Kalifornien“, erzählt er. Denn das eine Jahr bei Los Angeles Chivas hatte erfreuliche „Nebenwirkungen“: Wicky hat in Los Angeles ein Haus gekauft, das wartet ständig auf seinen Besitzer. Und der weiß, dass das sonnige Kalifornien ihn immer mal wieder sehen wird.

Schlechte Zeit in Madrid

Eine erfolgreiche Fußball-Karriere also, auch wenn Wicky inzwischen sagt: „Heute würde ich einiges anders machen.“ Zum Beispiel nicht wieder von Werder nach Spanien gehen. „Ich wollte damals unbedingt in den Süden, aber bei Atletico, das war keine gute Zeit“, sagt er und erzählt, dass die Spanier längst nicht alles hielten, was sie ihm versprochen hatten.

So kehrte er in den Norden zurück, zum Hamburger SV. Dort war Wicky bis zur Saison 2006/07 Stammspieler, ehe ihn diverse längere Verletzungspausen zurückwarfen. Sein letztes Spiel für den HSV bestritt er in der Regionalliga in der zweiten Mannschaft – es war sein Abschied aus Deutschland.

Fünf Monate kickte er anschließend für seinen Stammverein FC Sion, dann startete er das Abenteuer USA, das er insgesamt positiv bewertet. „Da ist etwas am Wachsen. Die Amerikaner werden in einigen Jahren im internationalen Fußball eine Rolle spielen“, ist der 32-Jährige überzeugt.

Das für ihn derzeit noch größte Defizit der US-Teams: „Die haben nur vier, fünf gute Spieler pro Mannschaft, die kommen oft aus dem Ausland. Aber beim Rest sinkt das Leistungsniveau rapide.“ Raphael Wicky, davon kann man ausgehen, gehörte stets zur ersten Gruppe.

Raphael Wicky im Profil

Pokalsieg größter Erfolg mit Werder

Geboren wurde Raphael Wicky am 26. April 1977 in Leuggern (Nord-Schweiz). Seine erste Profistation war FC Sion (1990-97).

Außerdem spielte er für den SV Werder (97-2000), Atletico Madrid (01), Hamburger SV (02-07), Sion (07/ 08) und Los Angeles (08 bis März 09).

Der 75-fache Nationalspieler (ein Tor) gewann einmal die Schweizer Meisterschaft und dreimal den Pokal mit Sion sowie 1999 den DFB-Pokal mit Werder.

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