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NWZonline.de Sport Fußball

Vereine streiten um Schmuckstück

17.01.2019

Wilhelmshaven Das Jadestadion in Wilhelmshaven ist ein Schmuckstück, eines der schönsten Fußball-Stadien im Nordwesten. 7500 Plätze – davon 2200 überdachte Sitzplätze – fasst die Arena, die 1999 für den Preis von 6,6 Millionen D-Mark erbaut wurde und dem SV Wilhelmshaven fortan eine neue sportliche Heimat gab. Es war die Blütezeit des SVW, der damals in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands spielte.

Heute, 20 Jahre später, kickt der SV Wilhelmshaven nach einem beispiellosen Absturz nur noch in der 7. Liga. In der Bezirksliga II belegt die Mannschaft nach der ersten Saisonhälfte Platz elf. Seine Heimspiele trägt der SVW nach wie vor im schmucken Jadestadion an der Friedenstraße aus – noch.

Konkurrenz durch Frisia

Denn der Pachtvertrag zwischen der Stadt Wilhelmshaven als Eigentümer und dem SVW läuft zum Ende der laufenden Saison aus, und dies hat den innerstädtischen Ligakonkurrenten WSC Frisia auf den Plan gerufen. Der Verein, dessen erste Mannschaft derzeit Platz drei in der Bezirksliga einnimmt, meldet seinerseits Ansprüche auf die Nutzung des Stadions an.

„Der Verein hätte durch das Nutzungsrecht im Jadestadion die Möglichkeit, sich in vielen Bereichen weiterzuentwickeln“, erklärte der WSC Frisia in einer Mitteilung. In der aktuellen Heimspielstätte im Sportpark Freiligrathstraße könne der Verein dem „gewachsenen Sponsoreninteresse aufgrund der vertraglichen Situation zwischen der Stadt und einer Marketinggesellschaft selbst nicht nachkommen“, heißt es weiter: „Konkret hat der Verein zum Beispiel keinerlei finanzielle Vorteile durch die vorhandenen Werbeflächen am Hauptplatz.“ Der WSC Frisia will mit dem Umzug ins Jadestadion als Gesamtverein wachsen, Zugpferd soll die erste Mannschaft sein, mit der man den Aufstieg in die Landesliga anstrebt.

Beim SV Wilhelmshaven lösen die Pläne des Nachbarns hingegen pure Existenzängste aus. Für SVW-Teammanager Christian Schütze wäre der Verlust des Spielrechts im Jadestadion gleichbedeutend mit dem Ende des Vereins. „Wenn die Stadt das Stadion nicht zur Verfügung stellt, ist der Verein mit seinen 250 Mitgliedern kaputt“, sagt er: „Wir haben dann keine Heimstätte mehr.“ Das schwebende Verfahren wirke sich bereits bei Gesprächen mit potenziellen Zugängen für die kommende Spielzeit negativ aus. „Wir reden natürlich jetzt schon mit Spielern, die im Sommer zu uns wechseln wollen. Da aber noch gar nicht feststeht wo wir überhaupt spielen können, ist es schwer, Spieler für den SV Wilhelmshaven zu begeistern“, erklärt Schütze.

Stadtrat entscheidet

Einer gemeinsamen Nutzung des Jadestadions steht Oliver Giersdorf, Manager des WSC Frisia, grundsätzlich positiv gegenüber. Allerdings weist er auf die daraus resultierenden Folgen hin. „Zunächst müsste der Staffelleiter den Spielplan entsprechend gestalten können. Zudem ist zu prüfen, inwieweit die Beschaffenheit des Rasens im Jadestadion unter diesen Voraussetzungen einen ungefährdeten Spielbetrieb zulässt. Der Platz im Jadestadion war hier in der Vergangenheit bereits nicht immer in einem optimalen Zustand“, sagte Giersdorf. Ein Doppelspieltag wäre seiner Meinung nach unter diesen Bedingungen eher schwierig umzusetzen. Offen blieben zudem die Fragen der Vermarktung und der unterschiedliche Ansatz zur Nutzung des VIP-Bereichs im Stadion.

Beide Vereine haben ihre Pläne zur Nutzung des Stadions Ende vergangenen Jahres der Wilhelmshavener Stadtverwaltung präsentiert. Wie der Stadtrat nach Abschluss des Interessenbekundungsverfahrens auch entscheidet: Das letzte Spiel der Bezirksligasaison am 2. Juni im Jadestadion hat enorme Brisanz. Dann tritt der WSC Frisia beim SVW an.

Volkhard Patten Fußball-Nordwest / Redakteur
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Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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