WOLFSBURG/BREMEN - Klose läuft trotz einer Knöchelverletzung auf. Dem VfL fehlt der gesperrte Klimowicz.

Von Hauke Richters

und unseren Agenturen

WOLFSBURG/BREMEN - Werder Bremen will wieder in die Königsklasse aufsteigen, der VfL Wolfsburg nicht in die Fußball-Zweitklassigkeit abstürzen. Wohl noch nie zuvor lag so viel Brisanz in dem Nordderby zwischen den beiden Rivalen wie vor dem 18. Bundesliga-Aufeinandertreffen am Sonnabend in Wolfsburg (15.30 Uhr). Gewinnen die favorisierten Bremer, sind sie der Champions-Liga ein Stück näher. Siegen die Wolfsburger, ist die Zweite Liga vorerst ein Stückchen weiter weg. Nur ein Unentschieden hilft keinem so richtig weiter.

Bei Werder muss Nationalspieler Torsten Frings sein Comeback nach einer Wadenbeinprellung noch verschieben. Sicher ist zudem, dass Torjäger Miroslav Klose trotz seiner Knöchelprobleme auflaufen kann. „Ich war noch einmal beim Arzt, und der hat Grünes Licht gegeben“, sagte der 27-jährige Angreifer.

Trainer Thomas Schaaf hat seine Mannschaft darauf eingeschworen, die kleine, aber feine Serie von drei Siegen ohne Gegentor fortzusetzen. Schließlich soll Schalke 04 auf Distanz gehalten werden. „Wir waren schon einmal weit weg und haben sie wieder herankommen lassen. Das darf uns nicht noch einmal passieren“, warnte der 44-Jährige.

Die Wolfsburger stecken nach sechs sieglosen Spielen in Folge in einer so prekären Situation wie noch nie. „Wir müssen kompakt stehen, dürfen uns nicht überrumpeln lassen. Wichtig ist, dass wir eine Einheit sind und den Kampf annehmen“, forderte Torhüter Simon Jentzsch. Abwehrchef Stefan Schnoor sieht das ebenso und fordert mehr Leben in der Mannschaft: „Ich muss die Leute zu häufig wachrütteln.“

Dem VfL fehlt der gesperrte Torjäger Diego Klimowicz. Darüber hinaus plant Trainer Klaus Augenthaler einige Umstellungen und will der Bremer Abteilung Attacke unter Umständen eine Vierer-Abwehrkette entgegen stellen. Dann könnte Bojan Neziri als zusätzliche Defensivkraft in die Elf rücken.