WOLFSBURG - Das einzige Tor schoss Benjamin Lauth. Es war sein dritter Pflichtspieltreffer in Folge.
Von Gert Glaner
WOLFSBURG - Vier Tage nach dem schmerzlichen Uefa-Cup-Aus hat der Hamburger SV am Sonnabend mit einem 1:0 (1:0) beim VfL Wolfsburg den zweiten Tabellenrang in der Fußball-Bundesliga gefestigt. Der zweite Platz berechtigt zum direkten Einzug in die Champions-Liga. An mehr denkt in der Hansestadt momentan keiner. Jedenfalls nicht laut. „Dass wir um einen Champions-Liga-Platz kämpfen, haben wir in dieser Woche erklärt. Ich denke, das ist schon hoch genug“, bekräftigte HSV-Trainer Thomas Doll.Was der HSV in der VW-Stadt ablieferte, war auch alles andere als titelverdächtig und nach dem kräftezehrenden und dennoch nutzlosen 3:1 gegen Rapid Bukarest wohl auch nicht anders zu erwarten gewesen.
„Wir wussten, dass es am Ende schwer werden könnte, und wollten deshalb ein schnelles Tor“, beschrieb Benjamin Lauth die taktische Marschroute, die voll aufging. Der wiedererstarkte Angreifer nutzte die einzige klare Möglichkeit der Gäste vor der Pause zur Führung (22.) und bedankte sich anschließend bei seinen Kollegen. „Die haben mir auch geholfen, als es nicht so gut lief. Jetzt konnte ich wenigstens etwas davon zurückzahlen.“
Lauths dritter Pflichtspieltreffer in Folge dürfte dem ehemaligen Münchner einen Platz in der Stammelf gesichert haben und bedeutete die frühe Vorentscheidung in einer Partie, in der der HSV in Hälfte zwei nach vorn kaum noch etwas zu Stande brachte.
„Wir hatten schwere Beine nach dem Spiel gegen Bukarest. Aber wir sind kompakt geblieben und wollten drei Punkte. Deshalb haben wir auch gewonnen“, lobte Kapitän Daniel van Buyten die gute Moral in der Truppe.
