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FUßBALL Dolls Leiden nehmen kein Ende

Ein Geschenk für Geburtstagskind Uwe Seeler (Zweiter von links): ARD-Moderatorin Monica Lierhaus, DFB-Präsident Theo Zwanziger, DFL-Chef Werner Hackmann und Weggefährte Franz Beckenbauer gratulierten.

Ein Geschenk für Geburtstagskind Uwe Seeler (Zweiter von links): ARD-Moderatorin Monica Lierhaus, DFB-Präsident Theo Zwanziger, DFL-Chef Werner Hackmann und Weggefährte Franz Beckenbauer gratulierten.

IMAGO

WOLFSBURG - Der 40-Jährige schloss den Rücktritt aus. Hanke machte sich mit seinem Tor das schönste Geburtstagsgeschenk.

Von Gert Glaner

WOLFSBURG - Die Leiden des Thomas Doll nehmen kein Ende. Aufgeben will der Trainer des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV, den in den vergangenen Monaten das Glück verlassen hat, aber noch lange nicht. „Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen weiter kämpfen mit den Tugenden, die die Mannschaft heute bewiesen hat. Für mich ist es weiter eine Riesenherausforderung“, so Doll nach der 0:1 (0:1)-Niederlage beim VfL Wolfsburg trotzig und äußerlich gefasst.

Von einem bevorstehenden Rücktritt könne keine Rede sein, betonte der 40-jährige Fußball-Lehrer und führte trotz des Doppelschlags von Champions-Liga-Aus und der Niederlage im Nord-Derby durchaus nachvollziehbare Argumente ins Feld. „Anders als am Mittwoch hat die Mannschaft heute Herz und Leidenschaft gezeigt. Jeder hat bis zur letzten Minute alles gegeben. Das war gegen Porto anders“, sagte er.

Doll hatte seine Startelf im Vergleich zum 1:3 gegen Porto gleich auf sechs Positionen verändert und einige vermeintliche Leistungsträger auf die Bank gesetzt. Dem Engagement tat die rigorose Maßnahme gut, Punkte brachte sie aber nicht. „Hinten haben wir ganz gut gestanden, nach vorn ist aber zu vieles Stückwerk geblieben“, befand Abwehrchef Joris Mathijsen.

Der HSV verbuchte 68 Prozent Ballbesitz für sich und gab 18 Torschüsse ab, fast doppelt so viele wie der VfL. Doch die Statistik hilft dem HSV derzeit nicht weiter. „Im Fußball zählen nur die Tore. Und wir haben keins geschossen. Das ist der einzige Vorwurf“, meinte der HSV-Trainer.

Auf die Trotzreaktion baut Doll in den beiden nächsten Partien der englischen Woche morgen in Stuttgart und am Sonnabend gegen Borussia Mönchengladbach. Für den Mecklenburger gibt es ohnehin nur eine Rücktrittsprämisse: „Bevor ich mich von meiner Mannschaft abwende, höre ich lieber auf.“ Das aber wollen weder die HSV-Fans („Ihr könnt alle geh’n – nur Thomas nicht“) noch sein Trainerkollege Klaus Augenthaler. „Wir waren in einer ähnlichen Situation. Da muss man die Ruhe bewahren“, sagte der VfL-Coach.

Dem 49-Jährigen helfen momentan nur Glück und Mike Hanke. Der Nationalstürmer schoss in der 19. Minute vor 25 623 Zuschauern das Tor des Tages und bereitete sich damit selbst das schönste Geschenk zum 23. Geburtstag am Sonntag. Groß feiern wollte er aber nicht: „Vielleicht ein, zwei Bier.“

Uwe Seeler feiert 70. Geburtstag im großen Stil

Weder die HSV-Krise

noch das typische norddeutsche Schmuddelwetter haben die ausgelassene Feier mit 572 Gästen zum 70. Geburtstag von Uwe Seeler beeinträchtigen können. Das Fußball-Idol wurde gestern in einem mit HSV-Fahnen geschmückten elektrischen Golfwagen in die Mitte des Festzeltes an der AOL-Arena gefahren und nahm die Huldigungen zu seinem Ehrentag gerührt entgegen. „Ich fühle mich wie bei einem ausverkauften Heimspiel“, sagte Seeler.

Mit Weggefährten

wie den ehemaligen Teamchefs der Nationalmannschaft, Franz Beckenbauer und Erich Ribbeck, hatte er bis in die Morgenstunden gefeiert.

Der erste Bundesliga-Torschützenkönig schunkelte mit Ehefrau Ilka zu Klängen von Tony Marshall und zeigte sich sprachlos, als er von DFB-Präsident Theo Zwanziger zum ständigen Delegationsmitglied der Nationalmannschaft ernannt wurde. „Wir möchten ,Uns Uwe’ immer dabei haben, im In- und Ausland, denn seine Popularität endet nicht an den deutschen Grenzen“, sagte Zwanziger, der den Ehrenspielführer damit im hohen Alter noch zum Reiseweltmeister machen könnte.

„Für mich ist

es weiter eine Riesen-

herausforderung“

Thomas Doll
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