WOLFSBURG - Derby-Spieltag in der Fußball-Bundesliga: Emotionen, Kampf und volle Stadien sind in Dortmund, Köln und Wolfsburg garantiert.

Sorgen in Wolfsburg

Hannover 96 geht mit Zuversicht in das 15. Niedersachsen-Derby beim VfL Wolfsburg. Obwohl elf erkrankte oder verletzte Profis fehlen, rechnet sich 96-Trainer Andreas Bergmann an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) einen Punktgewinn beim deutschen Meister aus. „Bei Wolfsburg läuft noch nicht alles rund. Die kassieren zurzeit viele Gegentore. Wir werden versuchen, das zu nutzen“, kündigte Bergmann vor der Reise zum Nachbarn an.

Die Abwehrprobleme im eigenen Team stoßen auch VfL-Trainer Armin Veh sauer auf. Zwölf Gegentore in sechs Bundesliga-Spielen sprechen für sich. „Wir dürfen nicht so viele Chancen zulassen. Dadurch machen wir uns nur selbst das Leben schwer“, forderte Veh.

Alarm in Dortmund

Erhöhte Sicherheitsstufe: Das 134. Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 wird nicht nur aus sportlicher Sicht zu einer brisanten Angelegenheit. Diverse Warnsignale im Vorfeld haben alle Beteiligten in Alarmbereitschaft versetzt. Eines der größten Polizeiaufgebote für ein Fußballspiel in Dortmund soll zu einem ruhigen Verlauf

des Duells an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) beitragen. „Wir sind personell und materiell auf alles vorbereitet“, sagte Polizei-Einsatzleiter Peter Anders.

Dessen Sorgen vor Ausschreitungen sind naheliegend. Ungeachtet der Sicherheitsbedenken planen die Schalker Anhänger wie schon in den vergangenen beiden Jahren einen Fan-Marsch mit rund 5000 Teilnehmern vom Dortmunder Hauptbahnhof zum Stadion. Darüber hinaus gibt eine Plakataktion von Ultra-Fans zu denken. „Blau-Weiss vernichten. Ultra Do“, war auf den in der Vorwoche im Dortmunder Citybereich wild geklebten Plakaten zu lesen. Auf diese von Reinigungskräften eiligst entfernte Plakate hatte die Borussia mit einer Anzeige gegen Unbekannt reagiert.

Erfolglosigkeit in Köln

Der letzte Sieg des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen liegt lange zurück: Am 24. Mai 1997 verdarb Köln Bayer mit einem 4:0 die Meisterschaft. In den folgenden zwölf Derbys gab es nur drei Punkte für Köln, in den letzten sechs nur noch ein Tor. „Das ist sicher ein ganz besonderes Spiel, ich freue mich darauf“, sagte Bayer-Kapitän Simon Rolfes vor dem rheinischen Derby an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) in Köln.