WOLFSBURG/GELSENKIRCHEN - WOLFSBURG/GELSENKIRCHEN/DPA/SID - Der Kampf um den Meistertitel in der Fußball-Bundesliga bleibt spannend. Sowohl Spitzenreiter Bayern München als auch Verfolger Schalke 04 gewannen am Sonnabend ihre Spiele und führen die Tabelle mit jeweils 56 Punkten an.

Bayern München ist für den Endspurt in der Champions-Liga, der deutschen Meisterschaft und im DFB-Pokal gerüstet. Mit dem souveränen 3:0 (2:0)-Erfolg beim VfL Wolfsburg verschaffte sich der deutsche Fußball-Rekordmeister den erhofften Motivationsschub für das Saisonfinale, das seinen nächsten Höhepunkt bereits am Mittwoch mit dem Hinspiel im Viertelfinale der Champions-Liga beim FC Chelsea erfährt. „Wir haben einen Riesenschritt auf die Meisterschaft zugemacht“, befand Bayern-Trainer Felix Magath nach der Pflichtübung bei den harmlosen „Wölfen“ beinahe euphorisch.

Dass die Generalprobe für den Meisterliga-Hit so überzeugend ausfiel, war maßgeblich Bastian Schweinsteiger zu verdanken. Der Jung-Nationalspieler schoss das Führungstor zur rechten Zeit (29.) und war auch an den beiden anderen Bayern-Treffern durch Kevin Hoflands Eigentor (45.) und Torsten Frings (55.) beteiligt.

Getrübt wurde die Freude beim Tabellenführer allerdings durch den Ausfall von Claudio Pizarro, der einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel erlitt und bereits nach fünf Minuten ausgewechselt werden musste. Der Peruaner fällt voraussichtlich zehn bis zwölf Tage aus. „Auf jeden Fall wird er uns am Mittwoch gegen Chelsea fehlen“, so Magath.

Angesichts der frühen Entscheidung zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte der 51-Jährige immerhin den ebenfalls angeschlagenen Roy Makaay nach einer Stunde auswechseln und so für Mittwoch schonen. Das Sonntagstraining fiel für den Niederländer aus.

Dank Edel-Reservist Mike Hanke darf auch Schalke 04 weiter vom Meistertitel träumen. Mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack beim 4:1 (3:0) über den 1. FC Nürnberg empfahl der Stürmer sich für einen Stammplatz. Nicht nur auf dem Rasen nutzte der eingewechselte Angreifer die Gunst der Stunde.

Stolz erinnerte er die Vereinsführung daran, dass man auch ohne kostspielige Zukäufe Erfolg haben kann: „Wir brauchen keinen Kevin Kuranyi, wir haben Mike Hanke.“ Kaltschnäuzig bewahrte Hanke sein Team vor einem Rückschlag. Seine beiden Treffer (22./36.) zur 2:0-Führung demoralisierten die bis dahin kecken Nürnberger und ebneten den weiteren Torschützen Ailton (40.) und Lincoln (74.) den Weg. Ob Trainer Ralf Rangnick beim Spitzenspiel am Wochenende in Stuttgart von Beginn an auf Hanke setzt,

ließ er offen. Gut möglich, dass der in der 4. Minute mit einem Nasenbeinbruch ausgewechselte Ebbe Sand dann wieder den Vorzug erhält.

Eine Woche vor der Fahrt zum Tabellendritten aus Stuttgart kam der glanzlose Sieg über Nürnberg recht. Torhüter Frank Rost, der beim Gegentreffer von Samuel Slovak (54.) keine gute Figur machte, strotzt vor Selbstvertrauen: „In solchen Spitzenspielen ist unsere Konzentration meistens besser, als in so einer Partie wie heute.“