Wolfsburg - Kevin de Bruyne hat den VfL Wolfsburg drei Tage nach der Pleite gegen Neapel vor einem weiteren Rückschlag bewahrt. Mit seinem Tor zum 1:1 (0:0) gegen Schalke 04 rettete der Belgier dem VfL in der Fußball-Bundesliga einen Punkt. De Bruyne traf am Sonntag in der 78. Minute, für die glückliche Schalker Führung hatte Leroy Sané in der 53. Minute nach einem Konter gesorgt.
„Unsere Mannschaft hat Siegeswillen. Das hat sich nach dem Rückstand bewiesen. Wir haben viel Aufwand betrieben. Beim Gegentreffer haben wir uns nicht clever angestellt“, sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs.
Nach dem bitteren 1:4 im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den SSC Neapel und vier Tage vor dem wohl sinnlosen Rückspiel in Süditalien an diesem Donnerstag (21.05 Uhr/Kabel 1) agierten die Wolfsburger nach verhaltenem Beginn vor 30 000 Zuschauern in der ausverkauften VW-Arena drückend überlegen. Sie gingen aber zu sorglos mit ihren Chancen um oder scheiterten am starken Ralf Fährmann im Schalker Tor.
Vier Personalwechsel nahm VfL-Trainer Dieter Hecking im Vergleich zur Neapel-Pleite vor. Die interessanteste Veränderung gab es jedoch positionsbezogen auf dem Platz. André Schürrle agierte als zentrale Sturmspitze. „Das ist eigentlich mein Spiel. Obwohl ich kein richtiger Neuner bin. Ich bin da sehr flexibel“, sagte der Nationalspieler, räumte aber auch ein: „Für 90 Minuten reicht es bei mir noch nicht.“ Bas Dost saß zunächst nur auf der Bank. Nicklas Bendtner – Torschütze gegen Neapel – war nicht einmal im Kader. Sein verspätetes Erscheinen zum Training hatte ihn um den Einsatz gebracht. Der Däne, der am Montag wieder am regulären Trainingsbetrieb teilnehmen soll, handelte sich zudem eine Geldstrafe ein.
Taktische Rochaden dieser Art kamen für Schalke nicht infrage. Auch aufgrund von Verletzungen etablierter Spieler standen gleich sieben Eigengewächse in der Startelf.
