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NWZonline.de Sport Fußball

FUßBALL: Wunsch nach Fairness wird enttäuscht

29.12.2009

DELMENHORST Ein zwiegespaltenes Gefühl machte sich am Sonntagabend in der Stadionhalle an der Düsternortstraße breit. Zwar hatten sich gerade erstmals die Fußballer des KSV Hicretspor Delmenhorst nach einem 4:2 gegen TV Jahn die städtische Hallenmeisterschaft gesichert, doch ein klarer Sieger war trotzdem nicht auszumachen.

Das Fußballereignis hatte eigentlich im Zeichen des Fairplay stattfinden sollen, indem Oberbürgermeister Patrick de La Lanne zum ersten Mal einen Fairplay-Preis auslobte. Neben einem Pokal umfasste er einen Sachpreis im Wert von 200 Euro für diejenige Mannschaft, deren Fußballer am besonnensten zu Werke gingen. Es sollte allerdings bei dem Turnier, das vom TV Jahn ausgerichtet wurde, anders kommen.

In der Halle herrschte sowohl unter den rund 600 Zuschauern als auch bei einigen Spielern eine große Aggressivität. Sie zeigte sich bereits im Anschluss an die Vorrundenpartie SV Baris gegen TV Jahn. Baris-Stürmer Blerim Mujaj schlug die beiden Jahn-Spieler Eduard Scharf und Stefan Kulikow ins Gesicht, nachdem diese ihn verbal provoziert hätten. Baris-Trainer Önder Caki suspendierte seinen Stürmer daraufhin sofort vom Spielbetrieb. „Solange ich hier bin, wird er bei uns nicht mehr spielen“, erklärte Caki. Jahn-Fußballobmann Knut Hinrichs zeigte sich verständnisvoll: „Wir machen das an diesem Spieler fest und nicht am Verein.“ Caki hatte sofort nach dem Spiel die Kabine des TV Jahn aufgesucht und sich für das Verhalten seines Spielers entschuldigt.

Die Aggressionen in der Stadionhalle sollten dann im Halbfinale zwischen Hicretspor und dem TuS Heidkrug kulminieren: Nach einer gelb-roten Karte, die Schiedsrichter Jan Ripken im Neunmeterschießen gegen Erdem Yesilyurt zog, stürmten die Hicretspor-Anhänger auf das Spielfeld in Richtung des Schiedsrichters.

Durch diesen unrühmlichen Verlauf erschien die Verleihung des Fairplay-Pokals an Borussia Delmenhorst zur Nebensächlichkeit degradiert. Maic Behm, der Abteilungsleiter, und der Trainer Stefan Sommermeyer nahmen den Pokal von Bürgermeister Sascha Voigt in Empfang. „Da sind zehn bis 15 Idioten in der Halle, die ein solches Turnier in Misskredit bringen“, ärgerte sich Voigt. Verschiedene Seiten hätten sogar gefordert, den Pokal nicht zu vergeben, die Jury aus Fußball-Kreis und Stadt habe sich jedoch dagegen entschieden.

Stimmen zum

Fußballturnier

Erich Meenken (Vorsitzender des Fußballkreises Delmenhorst): „Ich weiß gar nicht, mit welcher Vokabel man das beschreiben kann. Es wurde regelrecht Hass erzeugt. Solche Szenen, die wir gesehen haben, sind für die Veranstaltung nicht förderlich. Hicretspor spielte trotz des Turniersieges eine unrühmliche Rolle.“

Sascha Voigt (Bürgermeister):Im zweiten Halbfinalspiel war von Fußball wenig zu erkennen. Als es nach dem Halbfinale Tumulte gab, war meine Rede zum Fairplay hinfällig. Fußball sollte dagegen Spaß machen.“

Maic Behm (Fußballobmann bei Borussia): „Es ging heute mehr zur Sache als sonst.“

Önder Caki (Trainer SV Baris): „Das Verhalten (von Mujaj) schadet nur unserem Verein.“

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